ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2002Drei Prozent Glutaraldehyd zur Endoskop-Desinfektion erforderlich

MEDIZIN: Referiert

Drei Prozent Glutaraldehyd zur Endoskop-Desinfektion erforderlich

Dtsch Arztebl 2002; 99(16): A-1102 / B-936 / C-879

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die meisten Hygieneempfehlungen gehen davon aus, dass mit einer zweiprozentigen Glutaraldehyd-Desinfektion das Risiko einer bakteriellen und viralen Erregerübertragung weitestgehend ausgeschlossen werden kann.
Die Autoren aus Japan haben Endoskope untersucht, mit denen eine Ösophagusvarizenligatur bei Patienten mit chronischer HCV-Infektion durchgeführt worden war. Anschließend erfolgte nach manueller Reinigung eine Desinfektion mit 0,1 Prozent Benzethoniumchlorid sowie 2 beziehungsweise 3 Prozent Glutaraldehyd. Danach wurden 20 ml einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung durch den Biopsiekanal gespült und nach HCV mittels Polymerasekettenreaktion gesucht.
Alle primär HCV-positiven Geräte waren nach Desinfektion mit einer dreiprozentigen Glutaraldehydlösung HCV-negativ, während die mit zweiprozentiger Glutaraldehydlösung oder 0,1 Prozent Benzethoniumchlorid behandelten Geräte keinen Unterschied vor beziehungsweise nach Desinfektionsmaßnahme aufwiesen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass nach manueller Reinigung eine dreiprozentige Glutaraldehydlösung zur Desinfektion verwandt werden sollte, um das Risiko einer Übertragung von HCV zu minimieren. w

Sakai N, Tatsuta M, Iishi H et al.: Effectivness of manual cleaning and disinfection of gastroendoscopes with 3 % Glutaraldehyde for decreasing the risk of transmission of hepatitis C virus. Am J Gastroenterol 2001; 96: 1803–1806.

Noriko Sakai, M.D., Department of Gastroenterology, Kinki Center Hospital, 3–1 Kurumazuka, Itami-City, Hyogo 664–8533, Japan.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema