ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2002Runder Tisch: Mehrheit für Versandhandel

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Runder Tisch: Mehrheit für Versandhandel

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LNSLNS Teilnehmer vereinbaren Freigabe unter Auflagen.

Mit konkreten Vereinbarungen zur Freigabe des elektronischen Versandhandels von Arzneimitteln und zum Ausbau der Krankheitsvorsorge ist am 22. April die Beratung am Runden Tisch für das Gesundheitswesen zu Ende gegangen. Auf der vierten und letzten Sitzung vor der Bundestagswahl sprachen sich die Teilnehmer aber für strenge Auflagen beim Versandhandel aus. Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Hans-Günter Friese, plädierte gegen neue Vertriebswege für Medikamente (siehe oben).
Die Teilnehmer einigten sich weiter darauf, dass die Vorbeugung zum Leitbild in der Gesundheitsversorgung werden soll. Dazu werde ein „Deutsches Forum Prävention und Gesundheitsförderung“ eingerichtet. Die Krankheitsvorsorge müsse zu einer eigenständigen Säule neben Behandlung, Pflege und Rehabilitation werden. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt versicherte zudem, für die Patienten werde es bei einem einheitlichen Leistungskatalog und der freien Arztwahl bleiben. Weiter sprach sich der Runde Tisch dafür aus, die integrative Versorgung auszubauen. Dazu soll es Krankenkassen künftig möglich sein, Einzelverträge mit Leistungsanbietern zu schließen.
Vertreter von Ärzten, Krankenkassen, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Apothekern werteten den Runden Tisch mehrheitlich als Erfolg. Aus Sicht der Pharmaindustrie und der Zahnärzte ist das Gremium gescheitert. Der KBV-Vorsitzende Manfred Richter-Reichhelm betonte, durch einen höheren Stellenwert der Prävention und einer erweiterten integrierten Versorgung gewinne letztlich der Patient.
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