ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2002Gesundheitsreform: Gegen Kürzung von Leistungen

AKTUELL

Gesundheitsreform: Gegen Kürzung von Leistungen

Dtsch Arztebl 2002; 99(17): A-1122 / B-867 / C-787

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Dr. Ruth Fuchs, gesundheitspolitische Sprecherin der PDS-Fraktion. Foto: dpa
Dr. Ruth Fuchs, gesundheitspolitische Sprecherin der PDS-Fraktion. Foto: dpa
PDS will ein „solidarisches Gesundheitssystem“.

Die PDS legt in ihrem Programm zur Bundestagswahl ein Bekenntnis zum Sozialstaatsprinzip im Gesundheitswesen ab. Nach dem Beschluss des 7. Parteitages in Rostock wenden sich die Sozialisten gegen Leistungskürzungen, erweiterte Direktbeteiligungen und eine Zweiklassenmedizin. Die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung müsse einen vollwertigen Schutz gegen das Krankheitsrisiko garantieren. Der Arbeitgeberbeitrag zur Kran­ken­ver­siche­rung soll sich künftig an der Bruttowertschöpfung des Unternehmens orientieren (Stichwort: „Maschinensteuer“). Ein überzogener Wettbewerb der Kassen um gesunde Versicherte sei zu unterbinden. In die Sozialversicherung sollten alle Erwerbstätigen einbezogen werden, also auch Beamte, Selbstständige, Freiberufler. Die Versicherungs- und Beitragsbemessungsgrenze in der Kran­ken­ver­siche­rung soll auf das Niveau der Rentenversicherung angehoben und auch Einkommen aus Vermögensbesitz zur Beitragspflicht herangezogen werden. Die Verschiebebahnhöfe zulasten der Krankenkassen müssten gestoppt werden. Versicherungsfremde Leistungen, wie beispielsweise das Mutterschaftsgeld oder Mittel zur Betreuung kranker Kinder, sollten durch Bundesmittel gedeckt werden. Die starre Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und Reha-Einrichtungen müsse durch eine bessere Kooperation und Integration überwunden und die Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten beziehungsweise psychosozialen Berufen intensiviert werden.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema