ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2002Wie kommt der Geist in die Materie?

BÜCHER

Wie kommt der Geist in die Materie?

McGinn, Colin

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Bewusstsein
Anregung zum Nachdenken

Colin McGinn: Wie kommt der Geist in die Materie? Das Rätsel des Bewusstseins, Verlag C. H. Beck, München, 2001, 270 Seiten, 19,50 €
„Es fällt schwer, unserem Bewusstsein zu entrinnen, unsere Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken und Sehnsüchte auszublenden. Wenn unser Bewusstsein schwindet, schwinden auch wir.“ Doch wie kommt der Geist in die Materie? Was bewirkt, dass die große Ansammlung von Zellen, unser Gehirn, denken kann? „Was wandelt biologisches Gewebe in jenes Ich, das Descartes so beeindruckte?“ Colin McGinn verwirrt den Leser, stellt Fragen über Fragen. Nach der Lektüre ist man sich seiner eigenen Existenz nicht mehr sicher: Obwohl unsere Welt durch und durch räumlich ist, sind wir es nicht – Geist und Bewusstsein können nicht räumlich sein.
Colin McGinn legt die Vermutung nahe, dass Gehirn und Geist zwei völlig unterschiedliche Dimensionen sind. Doch wie kann dann der Geist aus dem Gehirn hervorgehen? Die schöne geordnete Welt gerät plötzlich aus den Fugen, das Buch regt dazu an, über das eigene Ich nachzudenken, Gedanken und Verhaltensweisen zu ergründen. Dennoch hält der Autor kein Patentrezept bereit, das ist nicht seine Absicht. „Vielleicht können wir uns nicht erkennen, nicht im tiefsten Inneren. Wir können wohl erkennen, dass wir existieren, aber wir können das uns eigene Wesen nicht begreifen.“ Tanja Anheier
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