ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2002Homöopathie: Argumente ausgeblendet

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Homöopathie: Argumente ausgeblendet

Dtsch Arztebl 2002; 99(18): A-1219 / B-980 / C-886

Kaiser, Uwe

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LNSLNS Leider werden oft bei positiven Beschreibungen einer therapeutischen Richtung, einer Methode etc. nicht in das Bild passende Argumente etwas ausgeblendet. Frau Stadie zitiert u. a. die Studie von Reilly et al. (Lancet 1994; 344: 1601–1606) als Beleg für die über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirksamkeit einer homöopathischen Behandlung bei einer Pollinosis.
Dabei hatte das DÄ kurz vorher über eine Publikation im British Medical Journal (2002; 324: 498–501) berichtet, in der genau die Studie von Reilly et al. durch aktuellere Ergebnisse infrage gestellt wurde. Reilly et al. ermittelten die positiven Ergebnisse (Homöopathie wirkt besser als ein Placebo) an nur 28 Patienten. Die negative Studie im British Medical Journal basiert auf 242 Asthmapatienten (Hausstauballergie). Ergebnis: „Trotz der hohen Teilnehmerzahl und der sorgfältigen Untersuchung der Patienten mit Lungenfunktionstests und Fragebögen konnte während der 16-wöchigen Behandlung kein Vorteil der homöopathischen Präparate gefunden werden“ (Zitatende) . . .
Dr. Uwe Kaiser, Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin
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