ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2002Hilfe bei Flügen: Anspruch an Fluggesellschaft
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LNSLNS Wenn ein Arzt an Bord eines (deutschen) Flugzeuges über Bordlautsprecher um ärztliche Hilfe für einen Passagier gebeten wird, so hat er einen Vergütungsanspruch gegen die Fluggesellschaft. Die Airline hat gegenüber ihren Passagieren eine Fürsorgepflicht. Erfüllt sie diese Pflicht, indem sie einen Arzt um Hilfeleistung bittet, so geht sie dadurch mit dem Arzt einen „Vertrag zugunsten Dritter“ ein. Die Gesellschaft muss zahlen, wenn vom Patienten nichts zu erlangen ist. Aber auch ohne einen solchen Auftrag hat der Arzt einen Anspruch, wenn seine Hilfeleistung der Sicherheit des Flugzeuges dient (Ruhigstellung einer hysterischen Person). Dann liegt juristisch eine „Geschäftsführung ohne Auftrag“ vor, mit der eine Rechtspflicht (die Flugsicherheit) erfüllt wird. Auch hier muss die Airline den Arzt vergüten.
Dr. med. Derick W. Lochner, Cranger Straße 271, 45891 Gelsenkirchen
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