ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2002Plattenepithelkarzinome des Kopf-Hals-Bereichs: Keine Verschlechterung
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LNSLNS Der vorliegende Beitrag war für mich aufgrund der circa 200 eigenen einschlägigen Fälle während 30-jähriger Praxis und der Erfahrung mit Mistelextrakt interessant. Von mir wurde „Plenosol“ (Madaus) in den Stärken 0 bis I und II in aufsteigender Dosierung mit fünf- bis siebentägigem Abstand unter die befallenen Hautbezirke (intra- bis subkutan) dergestalt gespritzt, dass deutliche lokale Reaktion folgte: Hyperämie, Calor, Rubor, Schwellung und gelegentlich subfebrile Temperatur.
„Plenosol“ ist in Ampullen à 1 ml
auf Nekroseeinheiten standardisierter Mistelextrakt – Stärke „0“ ist für die einschleichende Dosierung, Stärke „I“ enthält in 1 ml die zehnfache, Stärke „II“ die hundertfache Wirkstoffdosis. Die individuelle Reizschwelldosis lag gewöhnlich zwischen 0,5 ccm Plenosol I und 0,2 ccm Plenosol II, die jeweils ad 2,0 mL 0,5prozentiges Hosta(iso-)cain (isotonisch) zur besseren Handhabung für subkutan/intrakutane Quaddelung/ Unterspritzung aufgezogen wurden. Diese lokale Reaktion – die in zwei bis drei Tagen abklingt, ist Voraussetzung für die Präparatwirkung. Für die Folgeinjektionen – über Monate und Jahre hin im Wochenabstand wurde die individuelle Reizschwelldosierung beibehalten. Ohne hier auf Einzelheiten einzugehen, beobachtete ich keine Vollheilung unter dieser Therapie, jedoch die Erhaltung eines erträglichen Zustandes ohne Verschlechterung über Monate und Jahre, die mit vorausgegangenen klinischen Behandlungen nicht erreicht worden war. Unterbrechung der Therapie mit Plenosol (beispielsweise wegen Urlaub) und/ oder operative Entfernung führten in allen Fällen zur Metastasierung und schnell folgendem Exitus. In der vorliegenden Arbeit fehlt – leider – die Angabe über die Behandlungs-Dosierungsmodalitäten, die relevante Vergleiche ermöglicht hätte.
Dr. med. Albert Cramer
Bäumerstraße 12
49477 Ibbenbüren

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