ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2002Gesundheitsreform: Nach Schweizer Vorbild

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Gesundheitsreform: Nach Schweizer Vorbild

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LNSLNS NAV-Virchow-Bund stellt 15-Punkte-Programm vor.
Der NAV-Virchow-Bund will das Gesundheitssystem in Deutschland nach Schweizer Vorbild umbauen. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nähere sich „finanziell und leistungsmäßig dem Kollaps“, erklärte der NAV-Bundesvorsitzende, Dr. med. Maximilian Zollner. Obwohl die Krankenkassenbeiträge steigen, würden die medizinischen Leistungen immer stärker rationiert.
In einem 15-Punkte-Konzept fordert der NAV die Abschaffung des lohnbezogenen Beitragssystems. An dessen Stelle soll ein von allen Bürgern zu zahlendes Kopfgeld entrichtet werden. Der Arbeitgeberanteil soll auf sechs Prozent begrenzt und an die Arbeitnehmer ausgezahlt werden. Die kostenfreie Mitversicherung von Kindern und Ehegatten in der GKV entfällt nach den Vorstellungen des NAV.
In der ambulanten Versorgung soll dem Papier zufolge die Kostenerstattung eingeführt werden, weil damit Patienten und Krankenkassen die abgerechneten Arztkosten kontrollieren könnten. Zur Beitragsentlastung solle zusätzlich ein Selbstbehalt eingeführt werden, dessen Obergrenze der Gesetzgeber festlegen solle.
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