ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2002Acne inversa: Anfangsstadium therapieren

MEDIZIN: Diskussion

Acne inversa: Anfangsstadium therapieren

Dtsch Arztebl 2002; 99(19): A-1310 / B-1115 / C-1043

Porezag, Volker

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LNSLNS Zu den gezeigten schweren und für den Betroffenen besonders psychisch extrem belastenden Verläufen sollte man es gar nicht erst kommen lassen – zumindest bei Frauen. Jeder Gynäkologe sieht immer wieder die genitale Akne inversa, oft im Anfangsstadium. Und diese Form lässt sich meist sehr sicher bei Frauen mit Cyproteronazetat (CPA) in drei bis sechs Monaten wesentlich bessern oder heilen. CPA als Antiandrogen gibt es in Pillenform (Diane 35), bei älteren Frauen kann CPA mit Östradiol kombiniert eingesetzt werden. Häufig reicht die CPA-Dosierung in Diane 35 nicht aus. CPA sollte dann als Monosubstanz dazu gegeben werden in einer Dosierung von 10 bis 20 mg, je nach Ansprechen der Therapie. In schweren Fällen sind bis zu 50 mg CPA/d erforderlich. Diese Therapie sollte zwei bis drei Jahre über die Abheilung hinaus fortgeführt werden. Ich habe bisher in fast 20 Jahren noch kein Therapieversagen erlebt. In einigen Fällen kommt es allerdings nach Absetzen von CPA zum Rezidiv, sodass die Therapie wieder aufgenommen werden muss. Im seltenen Versagensfall kann dann nur noch die geschilderte chirurgische Behandlung greifen.

Dr. med. Volker Porezag
Hauptstraße 87
50996 Köln

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