ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2002Implantierbarer Cardioverter-Defibrillator: Datenübertragung vom Implantat zum Arzt

VARIA: Technik

Implantierbarer Cardioverter-Defibrillator: Datenübertragung vom Implantat zum Arzt

Dtsch Arztebl 2002; 99(19): A-1315 / B-1120 / C-1048

Marx, Catrin

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LNSLNS Home-Monitoring-System sendet Informationen.

Der implantierbare Cardioverter-Defibrillator Belos VR-T ist mit einem Sender ausgerüstet, der über das Home-Monitoring-System Diagnoseda-
ten zum betreuenden Arzt übermittelt. Die Datenübertragung erfolgt über ein Handy-ähnliches Patientengerät und das GSM-Netzwerk an ein
Service Center. Dort werden die Informationen analysiert, und der Arzt wird im Bedarfsfall mit einem Bericht informiert.
Der Herzchirurg Dr. Francis Wellens führte die Implantation im OLV Ziekenhuis in Aalst, Belgien, am 20. Dezember 2001 bei einem 65-jährigen Patienten durch. Der Patient leidet an anhaltenden ventrikulären Tachykardien nach Myokardinfarkt und erhielt den Belos VR-T, um die Ar-
rhythmien zu therapieren.
Die Home-Monitoring-Funktion des implantierten Cardioverter-Defibrillators (ICD) wurde postoperativ aktiviert. Zwei Minuten später lag der erste Bericht, der Cardio Report, vor. Dieser enthält Informationen über die Häufigkeit und Effektivität von therapierelevanten Ereignissen und über den technischen Funktionszustand des Implantates. Damit kann der Patient auch nach seiner Krankenhausentlassung überwacht werden. Der ICD nimmt die Datenübertragung vor. Den Zeitpunkt der Übertragung stellt der Arzt ein. Sollten jedoch therapierelevante Ereignisse stattfinden, wird zusätzlich sofort gesendet. Belos VR-T wird im nächsten Jahr in einer internationalen multizentrischen Studie untersucht.
Im Vordergrund stehen dabei die neuen Möglichkeiten im Therapiemanagement von ICD-Patienten mithilfe der mobilen Online-Datenfernübertragung. Hersteller: Biotronik GmbH & Co., 12359 Berlin, Internet: www.biotronics.de et
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