ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2002Mini Cooper: Die Wiedergeburt einer Legende

VARIA: Auto und Verkehr

Mini Cooper: Die Wiedergeburt einer Legende

Dtsch Arztebl 2002; 99(19): A-1318 / B-1122 / C-1050

Seidel, Marc

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„Go-Cart-Feeling“: Auch der neue Mini Cooper liegt tief auf der Straße.
„Go-Cart-Feeling“: Auch der neue Mini Cooper liegt tief auf der Straße.
Vier Jahrzehnte lang trotzte der Mini Cooper nahezu allen Trends
der automobilen Neuzeit. Nach dem Produktionsstopp ist der „Kleine“
jetzt wieder da: rundum erneuert, modern.

Seit seinem Debüt im Jahre 1959 wurde der Mini in nur wenig veränderter Form gebaut. Lediglich im Innern und unter der Haube kamen einige technische Verbesserungen zum Tragen. Das ist inzwischen (automobile) Geschichte: Der aktuelle Mini ist eine komplette Neuentwicklung. Nur das Aussehen ist stark an das unverwechselbare Erscheinungsbild des „Originals“ angelehnt. Der neue Mini Cooper S komplettiert jetzt die Modellpalette. Er richtet sich vor allem an die Kunden, die in puncto Leistung bislang nicht ganz auf ihre Kosten gekommen waren, denn der letzte „alte“ Mini wurde nur noch mit einem 46 kW/63 PS starken Motor angeboten.
Die verchromten Kippschalter und der mittig angebrachte Tacho erinnern stark an das Erscheinungsbild des „Originals“. Fotos: Marc Seidel
Die verchromten Kippschalter und der mittig angebrachte Tacho erinnern stark an das Erscheinungsbild des „Originals“. Fotos: Marc Seidel
Die gute Nachricht: Auch der neue Mini vermittelt Fahrspaß pur, liegt tief auf der Straße und vermittelt dadurch fast das „Go-Cart-Feeling“ seines Vorgängers. Beim Fahrkomfort hat sich jedoch einiges getan, was wohl nur Puristen als negativ vermerken werden: Fahrer und Passagiere müssen bei ausgedehnter Fahrt nicht mehr länger um den Zustand ihrer Bandscheiben fürchten.
Im Innenraum lehnen sich der große, mittig angebrachte Tacho und die verchromten Kippschalter an die gute alte Zeit an. Der Platz auf den Rücksitzen ist nach wie vor nicht üppig, aber schon etwas großzügiger bemessen. Der Kofferraum misst Mini-typische 150 Liter – und entzieht sich damit nach wie vor quasi jedem Vergleich.
Von den jetzt eingebauten technischen Neuerungen hinter der Verkleidung konnte der Ur-Mini nur träumen: Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, ABS, elektrische Fensterheber, Kopfstützen für alle vier Plätze, umklappbare Rücksitzlehne (geteilt) und eine Zentralverriegelung gehören zur Serienausstattung. Gegen Aufpreis sind unter anderem ESP (470 Euro, bei BMW als DSC bezeichnet), Glasschiebedach (800 Euro), Klimaanlage oder Klimaautomatik (900 beziehungsweise 1 220 Euro) und Kopfairbags für alle vier Plätze (300 Euro) lieferbar. Auch ein Navigationssystem ist verfügbar.
Der Mini wird von BMW als eigenständige Marke vertrieben. Rund
100 000 Fahrzeuge will BMW im Mini-Werk in Oxford dieses Jahr herstellen. Die Stückzahl zeigt, dass man nach wie vor an eine große Fangemeinde und damit an einen ordentlichen Absatz des kleinen Autos mit Kultstatus glaubt.
Die schlechte Nachricht: Auch preislich hat der Neue nichts mehr mit seinem Vorgänger gemeinsam: Für die Einstiegsvariante, den Mini One mit 66 kW/90 PS sind mindestens 14 500 Euro fällig. Das letzte Modell (1997 vorgestellt) war bereits für 19 950 Mark (circa 10 200 Euro) zu haben. Trösten können da nur die höhere Leistung bei einem mit 6,5 Liter Super trotzdem um 0,1 Liter geringeren Verbrauch.
Mit 150 Liter Laderaum entzieht sich der Mini Cooper nach wie vor jedem Vergleich.
Mit 150 Liter Laderaum entzieht sich der Mini Cooper nach wie vor jedem Vergleich.
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Der sportliche Mini Cooper kostet ab 16 400 Euro. Sein Motor leistet 85 kW/115 PS und verbraucht durchschnittlich 6,7 Liter Super auf 100 km.
Das Spitzenmodell, der kompressoraufgeladene Mini Cooper S, bringt es auf immerhin 120 kW/163 PS. Damit ist er bis zu 218 Kilometer schnell und verbraucht nach Angaben des Herstellers 8,4 Liter Super.
Preis:
19 800
Euro. Marc Seidel

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