ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2002Apothekengesetz: Novelliert

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Apothekengesetz: Novelliert

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LNSLNS Arzneivertrieb durch Klinikapotheken jetzt erlaubt
Krankenhäuser dürfen nun Medikamente an Patienten abgeben. Die dafür notwendige Änderung des Apothekengesetzes hat der Bundestag beschlossen. Patienten, die aus der Klinik entlassen werden, oder solche, die dort ambulant behandelt werden, können jetzt ihre Medikamente von der dortigen Apotheke beziehen. Auch Pflegeheime profitieren von der Neuregelung des Gesetzes. Ihnen ist es jetzt möglich, mit öffentlichen Apotheken, aber auch Krankenhausapotheken Verträge abzuschließen. Dies soll eine qualitativ und ökonomisch verbesserte Arzneimittelversorgung gewährleisten.
Die Arbeitsgemeinschaft der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) begrüßte die Novellierung. „Wir haben die Entwicklung von Versorgungsverträgen für Pflegeheime vorangetrieben“, sagte Lutz Tisch, Geschäftsführer bei der ABDA. Auch die Versorgung der ambulant behandelten Klinikpatienten werde optimiert. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Jörg Robbers, sagte, das Gesetz führe vor allem zu mehr Arzneimittelsicherheit. Derzeit müssten etwa Krebs- oder Aids-Patienten im Anschluss an eine ambulante Infusionsbehandlung im Krankenhaus bei ihrer Entlassung eine öffentliche Apotheke für die pharmazeutische Betreuung aufsuchen, so Robbers.
Als einzig strittiger Punkt aus dem neuen Apothekengesetz bleibt die Neuordnung des Paragraphen 47. Danach sollen sämtliche Impfstoffe aus der Apothekenpflicht herausfallen. „Das halten wir nicht für erforderlich und auch ökonomisch nicht begründbar“, sagte Tisch.
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