ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2002Internet-Projekt: Gruppen-Chat hilft im Alltag

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Internet-Projekt: Gruppen-Chat hilft im Alltag

Dtsch Arztebl 2002; 99(20): A-1334 / B-1114 / C-1042

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LNSLNS Psychisch Kranke treffen ihren Therapeuten online.
Psychisch Kranke, die nach der Entlassung aus der psychotherapeutischen Klinik im Internet mit ihrem Therapeuten chatten, meistern den Alltag besser. Dieses Fazit zogen Experten bei einer Pressekonferenz der Techniker Krankenkasse (TK; www.tk-online.de). Gemeinsam mit der Panorama-Fachklinik in Scheidegg (Allgäu) und der Forschungsstelle für Psychotherapie Stuttgart stellte die TK ein Projekt vor, bei dem sich jeweils zehn bis zwölf ehemalige Scheidegg-Patienten mit ihrem Therapeuten zum wöchentlichen Gruppen-Chat treffen und ihre Probleme besprechen. Ziel des Internet-Projektes sei es, die Zeit bis zur ambulanten Weiterbehandlung zu überbrükken und Rückfälle zu verhindern, erläuterte Dr. med. Christian Peter Dogs, Chefarzt in Scheidegg.
Nach ersten Ergebnissen lässt sich das mittelfristige Rückfallrisiko durch die Internet-Begleitung um 50 Prozent senken. Durchschnittlich 84 Prozent der Projekt-Patienten machen beim wöchentlichen Online-Gespräch mit, darunter auch Teilnehmer, die vorher keine Internet-Erfahrung hatten. Voraussetzungen für das Projekt sind ein strenger Datenschutz und die Möglichkeit zur gezielten Krisenintervention.
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