ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2002Pharyngitis: Ambroxol wirkt auch lokalanästhetisch

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Pharyngitis: Ambroxol wirkt auch lokalanästhetisch

Vetter, Christine

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LNSLNS Der Wirkstoff Ambroxol wird bei Atemwegserkrankungen wegen seiner mukokinetischen und sekretolytischen Eigenschaften eingesetzt. Doch die Substanz hat auch lokalanästhetische Effekte, welche sich bei der Behandlung der Pharyngitis nutzen lassen, wie bei einem Pressegespräch anlässlich des Internistenkongresses in Wiesbaden mitgeteilt wurde. Denn die Beschwerden sind in aller Regel viral bedingt, sodass eine kausale Therapie nicht möglich ist. Die symptomatische Behandlung soll Schmerzen und Schluckbeschwerden der Betroffenen lindern, wofür sich ein Lokalanästhetikum eignet.
Dass Ambroxol als neues Rachentherapeutikum mehr leistet als das „Halsbonbon aus dem Supermarkt“, verdeutlichte Prof. Adrian Gillissen (Leipzig) bei der Veranstaltung von Boehringer Ingelheim. Anders als bei vielen anderen Hals- und Rachentherapeutika wurde der Wirkstoff Ambroxol in Form der Lutschtablette in drei kontrollierten klinischen Studien geprüft. In einer in Deutschland durchgeführten multizentrischen Studie wurde bei 218 Patienten mit oro-pharyngealem Katarrh durch die Ambroxol-Lutschtabletten (frubizin® akut) eine gegenüber Placebo deutlich bessere Schmerzlinderung erzielt.
Der schmerzlindernde Effekt tritt innerhalb einer halben Stunde ein und hält mehr als drei Stunden an. Als optimal habe sich eine Dosierung von 20 mg Ambroxol ergeben, das als Sekretolytikum bereits seit vielen Jahren angewandt wird und auch in hoher Dosierung gut verträglich ist, erklärte Gillissen. Christine Vetter

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