ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2002Hallesche-Nationale: Überdurchschnittlich

Versicherungen

Hallesche-Nationale: Überdurchschnittlich

Dtsch Arztebl 2002; 99(20): [63]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Die Beitragseinnahmen der Halleschen-Nationalen Kran­ken­ver­siche­rung auf Gegenseitigkeit stiegen im Geschäftsjahr 2001 um 6,4 Prozent auf 627,9 Millionen Euro. Trotz der angespannten Wirtschaftslage konnte der private Krankenversicherer im vergangenen Jahr 9 100 Vollversicherte hinzugewinnen. Damit waren zum Jahresende 177 300 Personen bei der Halleschen vollversichert, was einem Plus von 5,4 Prozent entspricht. „Für die Branche der privaten Kran­ken­ver­siche­rung wird nur mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent in der Vollversicherung gerechnet“, sagte Hermann Gühring, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.
In der Zusatzversicherung zählte die Hallesche mit 298 300 Personen 1 100 Versicherte weniger als im Jahr zuvor. Die Diskussion um die Gesundheitspolitik habe zu einer abwartenden Haltung bei den Kunden geführt, kommentierte Gühring diese Entwicklung.
Der Wert der Kapitalanlagen erhöhte sich um 11,8 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro. Maßgebend für das Wachstum war vor allem der dynamische Aufbau der Alterungsrückstellung. Aufgrund der ungünstigen Entwicklung an den Aktienmärkten reduzierten sich die Kapitalerträge um 12,2 Prozent auf 147,5 Millionen Euro. Damit dürfte auch die Nettoverzinsung unter der des Vorjahres (7,48 Prozent) liegen – bei knappen 6 Prozent. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 7,8 Prozent auf 399,0 Millionen Euro.
Der Überschuss vor Steuern verminderte sich – bedingt durch die negativen Kapitalmarkteinflüsse – um 19,7 Millionen Euro auf 61,1 Millionen Euro. 4,8 Millionen Euro des Überschusses wurden zur Stärkung der Rücklagen verwendet. Diese belaufen sich somit auf 86 Millionen Euro. In die Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (RfB) flossen 51,7 Millionen Euro des Unternehmensüberschusses.
Unter Berücksichtigung der Entnahmen für die Versicherten von 58,1 Millionen Euro betrug die RfB zum Jahresende 166,3 Millionen Euro. 47 300 Vollversicherte (5 100 Kunden mehr als im Jahr zuvor) erhielten eine Beitragsrückerstattung in Höhe von insgesamt 14,5 Millionen Euro. Im Schnitt erhielt jeder dritte Versicherte eines Tarifs, der eine Beitragsrückerstattung vorsieht, einen Teil seiner Beiträge wegen Leistungsfreiheit zurück.
Die Hallesche-Nationale hat sich in 2001 erneut von der Rating-Agentur Assekurata prüfen lassen. Wie in den Vorjahren wurde die Gesamtnote „sehr gut“ (A +) vergeben. Die Sicherheitslage und das Wachstum werden mit „exzellent“ bewertet, der Erfolg und die Beitragsstabilität mit „sehr gut“. Die Kundenorientierung wird mit „gut“ beurteilt. In den letzten Punkt floss eine ausführliche, nur alle drei Jahre stattfin-dende Kundenbefragung ein. Auch von Stiftung Warentest wurden Tarife des Unternehmens im Jahr 2001 mit „sehr gut“ ausgezeichnet.
Mit einem Bluthochdruck-Programm hat die Hallesche-Nationale ihr Gesundheitsmanagement im vergangenen Jahr erweitert. Wie Versicherte, die an Asthma oder Diabetes er-krankt sind, können nun auch Bluthochdruck-Patienten kostenlos an auf sie zugeschnittenen Programmen teilnehmen. Ferner wurde das Case-Management für Versicherte, die an schweren Krankheiten leiden oder ständig gepflegt werden müssen, ergänzt. JF
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