ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2002Bio-Terrorismus: USA fühlen sich besser gerüstet

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Bio-Terrorismus: USA fühlen sich besser gerüstet

Dtsch Arztebl 2002; 99(21): A-1401 / B-1169 / C-1093

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LNSLNS Anthraxanschläge weiterhin nicht aufgeklärt
Die Suche nach den Verantwortlichen für die Anthraxanschläge in den USA im letzten Jahr hält an. Eine Heerschar von Ermittlern sei damit beschäftigt. Es sei gelungen, die Zahl der Labors und damit auch der Personen einzugrenzen, teilte US-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Tommy Thompson bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung am 16. Mai in Berlin mit. Thompson weigerte sich, weitere Details zu nennen. Immerhin scheint sicher zu sein, dass der oder die Terroristen aus den USA sind.
Thompson sprach zum Thema Zivilverteidigung und Bio-Terror. Die USA seien darauf vor dem 11. September ebensowenig vorbereitet gewesen wie Deutschland. Inzwischen habe man aber Milliarden von Dollar investiert und fühle sich besser gerüstet. Man könne freilich nicht jeden schützen, gestand Thompson zu, „aber wir können schnell reagieren“. Investiert habe man unter anderem in die Kommunikationssysteme der Krankenhäuser.
Thompson baut auf internationale Zusammenarbeit der Schlüsselstaaten. Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der USA und seiner Nachbarn sowie Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands hätten sich bereits im Oktober 2001 in Washington getroffen. Ein weiteres Treffen habe im März 2002 in London stattgefunden, das nächste sei für Oktober geplant. Dabei gehe es um den Austausch von Erfahrungen und materiellen Hilfen. Von Deutschland erhofft sich Thompson Unterstützung vor allem bei der Entwicklung von Pocken-Impfstoffen.
Mit der Produktion von Impfstoffen scheint es, fasst man Thompson zusammen, generell zu hapern. So stelle in den USA nur eine Firma die Anthrax-Vakzine her. Deren gesamte Produktion sei vom Verteidigungsministerium aufgekauft worden. Verteidigungs- und Ge­sund­heits­mi­nis­terium hätten allerdings vereinbart, dass auch Bestände für die öffentliche Gesundheitsfürsorge freigegeben werden könnten.
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