ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2002Patientenrechte: Zukünftige Projekte

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Patientenrechte: Zukünftige Projekte

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GKV-Jury entscheidet über Förderungsanträge.
Einen Komplex von sieben Einzel-Anträgen hat die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände e.V. (AgV) zur Förderung einer unabhängigen Patientenberatung bei den Spitzenverbänden der Krankenkassen eingereicht. Um die Fördermittel in Höhe von jährlich rund fünf Millionen Euro, die die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung nach § 65 b SGB V zahlen muss, konnten sich unabhängige Einrichtungen bewerben, die gesundheitliche Information, Beratung und Aufklärung anbieten. Die Antragsfrist der entsprechenden Ausschreibung ist am 15. September 2001 abgelaufen. Mehrere Hundert Anträge sind inzwischen schätzungsweise eingegangen. Über sie soll eine Experten-Jury der GKV noch in diesem Jahr entscheiden.
Das Konzept der AgV sieht spezialisierte Anlaufstellen vor, bei denen die Patienten bei vermuteten Behandlungsfehlern oder bei Widerspruchsverfahren gegen Leistungsbescheide von Krankenkassen persönliche Unterstützung erhalten. In Modellregionen soll es Schwerpunktberatungen zu Heil- und Kostenplänen geben. Ein
Modul des Gesamt-Antrages beinhaltet die intensive Kooperation mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen, wie dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen.
Zunächst werden die Projekte nur drei Jahre laufen. Eine flächendeckende Etablierung der Modelle ist somit nicht möglich. Der bundesweite Ausbau des Beratungsnetzes würde nach Schätzungen der AgV zudem 50 Millionen Euro kosten. Dazu müssten neue Finanzierungsmöglichkeiten, zum Beispiel eine Mischfinanzierung von GKV, Bund, Ländern und Verbrauchern, erschlossen werden, schlägt die AgV vor.
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