ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2002Pflegeversicherung – Resonanz: erstaunlich

BRIEFE

Pflegeversicherung – Resonanz: erstaunlich

Dtsch Arztebl 2002; 99(21): A-1423 / B-1189 / C-1113

Rausch, Michael

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LNSLNS Kaum dass mein Leserbrief erschien, meldeten sich Kollegen (Pflegegutachter und Nichtpflegegutachter) bei mir, um mir beizupflichten oder um mich zu kritisieren. Ich berichtete in meinem Leserbrief über Pflegegutachter von einem (!) Kollegen mit Alkoholfahne, bekam bis jetzt aber bereits drei (!) Verleumdungsklagen angedroht. Sofern ich die Briefe beantwortete, enthielten sie folgenden Satz: „Wenn es Sie beruhigt, ein Papier in Händen zu halten, um zu ,beweisen‘, dass Sie nicht der gemeinte alkoholisierte Kollege waren, über den ich berichtete, so möge Ihnen mein Briefchen hierzu dienen.“
Am erstaunlichsten war für mich, dass selbst ein Gutachter, bei welchem ich mich beim besten Willen nicht an mein Beisein bei einer von ihm durchgeführten Begutachtung erinnern konnte, von mir verlangte, ich solle ihm bestätigen, dass er nicht der gemeinte war.
Dies zeigt doch, dass eine transparente regelmäßige Kontrolle und Überprüfung der Befähigung der Pflegegutachter zumindest durch Einzelfälle begründbar ist.
Liebe Kollegen, wenn sich Ihre Patienten über formal oder inhaltlich unkorrekte Begutachtungen beschweren, empfehle ich (so sie die Zeit finden), die Gutachten zu lesen und zu kontrollieren und sich bei offensichtlichen Unkorrektheiten an den/die ärztliche/n Leiter/in des MDK zu wenden, um so die (hoffentlich wenigen) schwarzen Schafe auszusondern und die Qualität der Begutachtungen für unsere Patienten zu verbessern.
Michael Rausch, Markt 1, 45657 Recklinghausen
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