ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2002Arztzahlen: Patentrezepte für Wahlkampfzeiten
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LNSLNS . . . Die Reaktion auf den sich entwickelnden ÄiP-Mangel ist ein wachsendes Angebot an übertariflich bezahlten AiP-Stellen (zum Beispiel von den Helios-Kliniken), wie ein Blick in den seit Wochen karzinomatös wachsenden Stellenanzeigenteil des DÄ beweist. Da greifen marktwirtschaftliche Mechanismen zugegebenermaßen doch. Die Zahl der Krankenhausärzte zu reduzieren verbietet sich aus humanitärer und arbeitsrechtlicher Sicht. Zeichen malignen Zynismus ist aber die Behauptung, in einem regulierten Markt sei das sinkende Preisniveau für ärztliche Leistungen (wie zum Beispiel Hausbesuche) die Folge zu üppigen Angebots und überhöhter Praxendichte. „Niedrigere Ausgaben bei der Krankheit“ (Zitat Winkler) sind gut für mehr Stimmen bei der Wahl. In Wahlkampfzeiten muss man seine Patentrezepte klar artikulieren können: Schröder, Stoiber, Fischer, Westerwelle – wenn Sie auf Dauer unbesiegbar sein wollen, holen Sie sich den Winkler!
Rüdiger Korf, Stephan-Karl-Michel-Straße 12 E, 55131 Mainz

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