ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2002Analgetika, Antinozizeptiva, Adjuvanzien

BÜCHER

Analgetika, Antinozizeptiva, Adjuvanzien

Dtsch Arztebl 2002; 99(21): A-1427 / B-1212 / C-1140

Waldvogel, Herman Hans

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LNSLNS Schmerztherapie
Detailliert und umfangreich
Herman Hans Waldvogel: Analgetika, Antinozizeptiva, Adjuvanzien. Handbuch für die Schmerzpraxis. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 2001, XXXIV, 878 Seiten, 72 Abbildungen, 45 Tabellen, 149 €
Niemand, der Schmerztherapie ernsthaft betreiben möchte, darf dieses Buch ignorieren, denn auf 878 Seiten wird der aktuelle Stand der medikamentösen Schmerztherapie in einer umfassenden Form dargestellt, die Normen setzt.
Detaillierter und umfangreicher vermittelt derzeitig kein deutsches Lehrbuch beispielsweise die Physiologie der Nozitransduktion, Nozitransformation und Nozitransmission des Schmerzes. Seien es die Lipox-Intermediärprodukte, die Funktion der Cyclooxygenase oder die Rolle von Leu-Enkephalin, in diesem Werk bleibt keine Frage unbeantwortet. Der pharmakologische Part behandelt buchstäblich jede Substanz, die jemals zu schmerztherapeutischen Zwecken eingesetzt wurde, und sei es das Opioid Carfentanyl, welches zur veterinärmedizinischen Anästhesie via Vernebelungsmethode benutzt wurde.
Übrigens, zum Thema Medikamentenapplikation: Über außergewöhnliche Verabreichungswege wie die extraaurikuläre oder nichtinvasive lymphatische Gabe las ich zum ersten Mal in diesem Buch. Hilfreich ist eine Checkliste der Arzneimittelinteraktionen. Für den, dessen Wissensdurst dennoch nicht gestillt ist, sind die Literaturhinweise eine Fundgrube. Eine CD-ROM mit Literaturangaben ergänzt das Buch.
Beim Stöbern in den Kapiteln des Buches setzt sich der Leser der Gefahr aus, das ursprüngliche Ziel seiner Suche vor lauter interessanten Details zu vergessen. Eine einfache und logische Gliederung sorgt in diesem Wissensdschungel für Orientierung und gute Lesbarkeit. Das Buch kann als Standardnachschlagewerk der Schmerztherapie gewertet werden und sollte in keiner schmerztherapeutischen Bibliothek fehlen. Stefan Wirz
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