ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2002Diagnostik von Hypophysenadenomen: Offene Fragen
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LNSLNS Warum empfiehlt man zur Überprüfung der Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse immer noch und ohne Literaturangabe den Metopiron-Test, obwohl Metopiron hierzulande gar nicht mehr erhältlich zu sein scheint?
Als ich 1985 bis 87 an der Abteilung Innere Medizin III der RWTH Aachen war, galt der Metopiron-Test dort bereits als obsolet. Wir haben – nach Ausschluss einer primären Nebennierenrindeninsuffizienz – entweder einen kombinierten Hypophysenstimulationstest mit 500 Mikrogramm TRH, 100 Mikrogramm LH-RH (beides in 1 min. i. v.), 0,1 IE Human-Altinsulin/kg KG (rasch i. v.), 0,5/kg KG Argininhydrochlorid/kg KG (maximal 30 Gramm, als Kurzinfusion in 500 ml NaCl 0,9-prozentig innerhalb 30 min i. v.) oder mit 1 Ampulle CRH (teuer!) plus – soweit ich mich erinnere – TRH und LH-RH in oben angegebener Dosierung durchgeführt. Bestimmt wurden ACTH, Blutzucker, TSH, GH (STH), LH, FSH, Prolactin (!) und Cortisol, jeweils unmittelbar vor Beginn, nach 15, 30, 45, 60 und 90 Minuten (beides nur stationär am liegenden Patienten unter BZ- und RR-Überwachung, bei liegender großlumiger Kanüle und infusionsfertigen 500 ml Glucose 20 Prozent für den Fall schwerer symptomatischer Hypoglykämie bei BZ unter 50 mg/dl. Kontraindikation: Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung).

Dr. med. Regina Ströbele
Buschingstraße 57/IV
81677 München
E-Mail: 700700001961@t-online.de oder
praxis-stroebele@web.de

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