ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2002Audi A4 Cabrio: Frischer Wind aus Ingolstadt

VARIA: Auto und Verkehr

Audi A4 Cabrio: Frischer Wind aus Ingolstadt

Dtsch Arztebl 2002; 99(21): A-1453 / B-1236 / C-1159

Seidel, Marc

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Ein Fahrzeug für Genießer: das Audi A4 Cabrio mit großer Fangemeinde
Ein Fahrzeug für Genießer: das Audi A4 Cabrio mit großer Fangemeinde
Schon vor der ersten öffentlichen Präsentation
des neuen Cabrios hat Audi volle Auftragsbücher.

Der Sommer kann kommen – zumindest aus der Sicht des Ingolstädter Autoherstellers. Zwei Jahre nachdem die Produktion des Audi 80 Cabrios eingestellt worden war, geht das Nachfolgemodell an den Start, das Audi A4 Cabrio. Interessenten, die noch in diesem Sommer den offenen Fahrspaß genießen wollen, müssen sich allerdings beeilen: 3 300 Bestellungen lagen Audi bereits vor der ersten öffentlichen Präsentation des neuen Fahrzeugs vor. Von den 15 000 Stück, die noch in diesem Jahr beim von Audi beauftragten Cabriospezialisten Karmann vom Band laufen sollen, sind lediglich 5 000 für den deutschen Markt vorgesehen.
Das Audi A4 Cabrio ist wie sein Vorgänger und im Gegensatz zu einigen Konkurrenten ein echter Viersitzer. Das Raumangebot auf den hinteren Plätzen ist für ein Fahrzeug dieser Klasse tatsächlich sehr akzeptabel. Bei voller Besetzung muss allerdings auf das sinnvolle, aber leider aufpreispflichtige Windschott (290 Euro) verzichtet werden, das bei schneller Fahrt den Zug deutlich verringert.
Heckansicht: Das Dach öffnet sich 30 Sekunden. Fotos: Marc Seidel
Heckansicht: Das Dach öffnet sich 30 Sekunden. Fotos: Marc Seidel
Viel Wert legten die Ingolstädter Konstrukteure auf die Funktionalität des Verdecks, das serienmäßig elektrohydraulisch angetrieben wird: kein Entriegeln, kein Fummeln, ein Druck auf die Taste oder der Schlüssel im Türschloss genügen, um den Schlechtwetterschutz (mit Glasrückscheibe) in weniger als 30 Sekunden zu öffnen – oder zu schließen.
Ist das Verdeck geschlossen, lässt sich das Kofferraumvolumen mit einem Handgriff von 246 Litern auf 315 Liter vergrößern. Cabriofahrer werden das zu schätzen wissen.
Einen Überrollbügel sucht man – wie bei den meisten Modellen der Mitbewerber – vergebens: Zum Insassenschutz wurde stattdessen der Rahmen der Windschutzscheibe verstärkt. Die Fondpassagiere werden außerdem von „unsichtbaren“ Schutzbügeln gesichert, die bei einem Überschlag in Millisekunden hinter den Nackenstützen hervorschnellen. Für die weitere Sicherheit sorgen Gurtstraffer mit Kraftbegrenzern auf allen Plätzen sowie Air- und Sidebags auf den vorderen Plätzen, wobei die in den Sitzen integrierten Sidebags auch den Schutz von Kopf und Thorax gewährleisten.
ABS und ESP sind Serie. Zur weiteren Standardausstattung gehören unter anderem Alufelgen, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne und hinten, Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer und eine funkferngesteuerte Zentralverriegelung.
Zum Verkaufsbeginn wird das Cabrio in zwei V6-Motorvarianten angeboten: einem 2,4-Liter-Aggregat mit 125 kW (170 PS) und einem 3-Liter-Triebwerk mit 162 kW (220 PS). Beide erfüllen die Euro-4-Schadstoffnorm. Audi gibt den Verbrauch mit 9,7 Litern auf 100 Kilometern an. Der 170-PS-Antrieb kann mit Superbenzin betankt werden, die 220 Pferdestärken verlangen hingegen nach Super Plus.
Für beide Motoren ist optional ein Automatikgetriebe erhältlich. Dabei kommt erstmals bei einem Cabrio die stufenlose Multitronic zum Einsatz. Diese ermöglicht ein schaltpausenfreies Beschleunigen. Der Motor läuft immer im optimalen Drehzahlbereich. Daraus resultieren auch gleichwertige oder teilweise sogar bessere Verbrauchswerte als bei der Schaltvariante.
Der Einstiegspreis für das Audi A4 Cabrio mit 2,4-Liter-Motor ist mit 34 300 Euro angegeben, der 3-Liter-Motor steht mit 38 800 Euro in der Preisliste. Wem das zu viel ist, muss warten. Audi will nach der Markteinführung auch kleinere Motoren anbieten. Wann genau das sein wird, sagte der Ingolstädter Autohersteller nicht. Marc Seidel
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