ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2002Disease Management: Kassen warnen vor Aktionismus

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Disease Management: Kassen warnen vor Aktionismus

Dtsch Arztebl 2002; 99(22): A-1468 / B-1228 / C-1148

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LNSLNS Kritisiert werden enge Zeitvorgaben für Einführung
der Disease-Management-Programme.

Die Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse und des BKK-Landesverbands Bayern, Professor Dr. Norbert Klusen und Gerhard Schulte, warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor unüberlegtem Aktionismus bei der Umsetzung des vom Koordinierungsausschuss vorgeschlagenen Disease-Management-Programms (DMP) zur besseren Versorgung von Diabetes mellitus Typ 2 und der noch folgenden Versorgungsprogramme. Sie kritisieren die „illusorisch kurzen Zeitpläne“ für die Einführung der Programme und plädieren dafür, zunächst die Erfahrungen aus Modellvorhaben und Strukturverträgen zur Behandlung chronischer Erkrankungen auszuwerten. Nach Ansicht von Schulte wird der administrative Aufwand der Programme und das erhebliche Manipulationspotenzial unterschätzt. Es sei seriös nicht möglich, Patienten innerhalb weniger Monate entsprechend ihren möglichen chronischen Krankheiten zu klassifizieren und für die Einschreibung in die jeweiligen Programme zu motivieren. Als einen Kardinalfehler bezeichnen Klusen und Schulte die Verknüpfung der Versorgungsprogramme mit dem Risiko­struk­tur­aus­gleich. Die Techniker Krankenkasse geht davon aus, dass die DMP-Umsetzung kassenartenübergreifend Beitragssatzsteigerungen von bis zu 0,3 Prozentpunkten nach sich ziehen wird.
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