ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2002Mammographie: Zertifikat vorgestellt

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Mammographie: Zertifikat vorgestellt

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Nur qualifizierte Ärzte dürfen mammographieren. Foto: dpa
Nur qualifizierte Ärzte dürfen mammographieren. Foto: dpa
Ärzte unterziehen sich Prüfung an digitaler Befundungsstation.
Ärzte in Bayern, die erfolgreich ihre diagnostischen Fähigkeiten an einer digitalen Befundungsstation nachweisen, erhalten künftig ein Zertifikat, das die Bayerische Landesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns gemeinsam herausgeben. Beide Körperschaften haben das Dokument, das der Qualitätssicherung in der Mammographie dient, am 22. Mai in München vorgestellt. Weitere Voraussetzung für eine Verleihung ist, dass die Mammographie-Einrichtungen in den Praxen und Kliniken der teilnehmenden Ärzte keine Mängel aufweisen.
Das Bayerische Sozialministerium hat das Projekt finanziell gefördert. Mit diesen Mitteln wurden neben München weitere Befundungsstationen in Nürnberg und Würzburg eingerichtet. „Die Station in München war sehr gut ausgelastet. Nachdem ein Durchgang eines Teilnehmers rund sechs Stunden dauert, brauchten wir dringend weitere Kapazitäten. Diese stehen nun zur Verfügung“, sagte der Vorsitzende der KVB, Dr. med. Axel Munte. Ärztekammerpräsident Dr. med. H. Hellmut Koch erklärte: „Wir sind sehr froh, dass davon alle Ärztinnen und Ärzte in Bayern profitieren und an den bundesweit bislang einmaligen Befundungsstationen ihre Fähigkeiten testen und überprüfen lassen können.“
Die bayerischen Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Mammographie sind eingebettet in ein bundesweites Programm, das die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Spitzenverbände der Krankenkassen im Oktober vergangenen Jahres verabschiedet haben. Seit 1. April dieses Jahres ist der Nachweis der Qualifikation für die Durchführung von Mammographien verpflichtend vorgeschrieben.
Nach dem Willen von Kammer und KV in Bayern sollen bis Ende des Jahres alle Ärzte, die weiterhin Mammographien durchführen wollen, das Zertifikat erwerben. Die Körperschaften sind überzeugt, dass die Patientinnen künftig nach dem Zertifikat fragen werden. „Der erfolgreiche Nachweis ist die beste Antwort.“
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