ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2002Keuchhusten: Neue Strategien zur Eindämmung gefordert

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Keuchhusten: Neue Strategien zur Eindämmung gefordert

EB

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LNSLNS Die Internationale Konsensgruppe Keuchhustenimmunisierung fordert eine Überprüfung der nationalen Impfpolitik, um schwere Keuchhustenerkrankungen und Todesfälle bei Säuglingen zu verhindern. In einem Bericht in Vaccine (2001; 20: 641–646) verweist die Gruppe auf zahlreiche Untersuchungen, die zeigen, dass Erwachsene in den ersten Lebenswochen des Neugeborenen eine Hauptinfektionsquelle für Keuchhusten darstellen. An Pertussis sterben weltweit jedes Jahr mehr als 360 000 Kinder, davon über zwei Drittel Säuglinge. In diesem Alter kann die Krankheit einen schweren Verlauf mit anfallsartigem Husten, Erbrechen und Erstickungsanfällen nehmen.
Idealerweise, so die Empfehlung der Konsensgruppe, sollten Jugendliche und Erwachsene ihr Leben lang regelmäßig geimpft werden. Ein realistischeres Ziel wäre allerdings ein Auffrischungsprogramm für diejenigen, die den Säuglingen am nächsten stehen (wie Eltern und Großeltern) oder nach der Entbindung mit ihnen Kontakt haben (wie Ärzte und Pflegepersonal).
Durch die Einführung von azellulären Vakzinen wie den DTPa-Kombinations-Impfstoffen (DTP = Diphtherie, Tetanus, Pertussis) sowie entsprechender KombinationsImpfstoffe in reduzierter Dosis (dtpa) für Auffrischimpfungen bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen stehen heute nebenwirkungsarme Impfstoffe zur Verfügung. Demgegenüber zeigten die älteren Ganzkeim-Keuchhusten-Impfstoffe bei älteren Kindern und Erwachsenen deutliche Nebenwirkungen. EB

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