ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2002Kostenanalyse der gastroösophagealen Refluxkrankheit

MEDIZIN: Referiert

Kostenanalyse der gastroösophagealen Refluxkrankheit

Dtsch Arztebl 2002; 99(22): A-1516 / B-1288 / C-1208

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LNSLNS Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit handelt es sich um ein chronisches Leiden, das in 75 bis 90 Prozent einer medikamentösen Langzeittherapie bedarf. Alternativ wird deshalb häufig eine Antirefluxoperation (offene oder laparoskopische Fundoplicatio) diskutiert.
Die Autoren berichten über eine vergleichende Studie mit 154 Patienten, die randomisiert einer Langzeittherapie mit 20 beziehungsweise 40 mg Omeprazol unterzogen wurden, während bei 144 Patienten eine offene Antirefluxoperation durchgeführt wurde. Im Falle eines Rezidivs wurde den konservativ Therapierten eine Antirefluxoperation angeboten, den bereits Operierten eine Reoperation oder eine Behandlung mit Omeprazol. Nach fünf Jahren wurde eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt.
Während in Dänemark, Norwegen und Schweden die medikamentöse Therapie deutlich kostengünstiger war, erwies sich in Finnland das Operationsverfahren als die günstigere Variante. Wurden allerdings die indirekten Kosten wegen Krankschreibung berücksichtigt, stiegen die Kosten der Antirefluxoperation signifikant an, sodass in allen vier skandinavischen Ländern die medikamentöse Langzeittherapie günstiger abschnitt. w

Myrvold HE, Lundell L, Miettinen P et al.: The cost of long term therapy for gastro-esophageal reflux disease: a randomized trial comparing omeprazole and open antireflux surgery. Gut 2001; 49: 488–494.

Prof. H. E. Myrvold, Department of Surgery, Regionsykhuset in Trondheim, N-7006 Trondheim, Norwegen, helge.myrvold@medisin.ntu.no

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