ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2002Medizinstudium: Tiefere Auseinandersetzung wichtig
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LNSLNS . . . Auch unter dem Aspekt der derzeitigen Diskussion um die aktive Sterbehilfe, die PID und die verbrauchende Embryonenforschung wäre eine tiefere Auseinandersetzung mit unserer deutschen Vergangenheit wichtig. In dem Artikel „Medizin in der NS-Zeit: Hirnforschung und Krankenmord“ von Priv.-Doz. Dr. Hans-Walter Schmuhl in Heft 19/2001 heißt es: „Die Krankenmorde eröffneten nun der psychiatrischen Forschung ganz neue Möglichkeiten: Menschen, die im Zuge des von der ,Euthanasie‘-Zentrale durchgeführten Selektionsverfahrens aussortiert und zur Vernichtung freigegeben worden waren . . .“ und weiter: „Wie viele andere Wissenschaftler wies Hallervorden nach dem Krieg jegliche schuldhafte Verstrickung von sich. Wertvolles Material wäre der Forschung verloren gegangen, hätte er das Angebot ausgeschlagen, die Gehirne der ,Euthanasie‘-Opfer untersuchen zu können.“
Finden wir hier nicht ähnliche Argumente wie in der Diskussion um die so genannten „überzähligen Embryonen“ als wertvolles Material für die Forschung und die PID mit Selektion des kranken Embryos?
Dr. med. Elisabeth Lerp, genannt Schwester Damiana, Evangelische Marienschwesternschaft, Heidelberger Landstraße 107, 64297 Darmstadt

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