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LNSLNS . . Tatsächlich bedurfte es 1968 der Klage eines Patienten (vertreten durch RA Prof. Däubler, Bremen) beim Sozialgericht Berlin mit Sprung-Revision zum Bundessozialgericht, um eine RVO-Kasse zur Kostenübernahme der Heimdialyse zu verurteilen. Damit war grundsätzlich die Dialyse in größerem Ausmaß ermöglicht. In der Folgezeit bemühten sich jeweils einzelne Klinik- später auch niedergelassene Ärzte sowie gemeinnützige Einrichtungen in Einzelverhandlungen mit den zuständigen KVen um die kostenmäßige Sicherstellung, wobei sich teilweise erhebliche Unterschiede ergaben. Insofern ist jetzt eine einheitliche Vergütungs- und Sachkosten-Pauschale ein Fortschritt.
Was dies allerdings mit einem „industriellen Verdrängungswettbewerb“ zu tun hat, wird aus dem Artikel nicht ganz ersichtlich. Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass heute die Heimdialyse aus individual- und Familien-psychologischen Gründen gegenüber LC-Dialysen, sogar Praxis-Dialysen als obsolet anzusehen ist. Gleiches gilt für Peritonealdialyse-Verfahren, solange noch hohe Peritonitis-Raten mit schwerwiegenden Folgen bestehen.
Prof. Dr. med. Michael Kessel, ehem. Leiter der Abteilung Nephrologie, Universitätsklinikum Charlottenburg, Am Steinbach 23, 83131 Nußdorf
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