Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS . . Tatsächlich bedurfte es 1968 der Klage eines Patienten (vertreten durch RA Prof. Däubler, Bremen) beim Sozialgericht Berlin mit Sprung-Revision zum Bundessozialgericht, um eine RVO-Kasse zur Kostenübernahme der Heimdialyse zu verurteilen. Damit war grundsätzlich die Dialyse in größerem Ausmaß ermöglicht. In der Folgezeit bemühten sich jeweils einzelne Klinik- später auch niedergelassene Ärzte sowie gemeinnützige Einrichtungen in Einzelverhandlungen mit den zuständigen KVen um die kostenmäßige Sicherstellung, wobei sich teilweise erhebliche Unterschiede ergaben. Insofern ist jetzt eine einheitliche Vergütungs- und Sachkosten-Pauschale ein Fortschritt.
Was dies allerdings mit einem „industriellen Verdrängungswettbewerb“ zu tun hat, wird aus dem Artikel nicht ganz ersichtlich. Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass heute die Heimdialyse aus individual- und Familien-psychologischen Gründen gegenüber LC-Dialysen, sogar Praxis-Dialysen als obsolet anzusehen ist. Gleiches gilt für Peritonealdialyse-Verfahren, solange noch hohe Peritonitis-Raten mit schwerwiegenden Folgen bestehen.
Prof. Dr. med. Michael Kessel, ehem. Leiter der Abteilung Nephrologie, Universitätsklinikum Charlottenburg, Am Steinbach 23, 83131 Nußdorf

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote