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LNSLNS Der Titel des Artikels ist mit Lob zu bedenken, kann es doch nie gut sein, wenn die Industrie den Bedarf beeinflusst. Begrüßenswert ist auch die Betonung der Qualitätssicherung. Skandalös sind die Vereinbarungen zur Vergütung: Wie ist es möglich, im Voraus über Jahre die Vergütungshöhe zu reduzieren? In welchem Wirtschaftszweig gibt es Vergleichbares? Die laufenden Kosten hingegen steigen jährlich! Wie kann die Sachkostenpauschale in teuren Ballungszentren die gleiche sein wie in ländlichen Gebieten? Sollen wir, um bei steigenden Kosten weiterhin wirtschaftlich handeln zu können, die Qualität der Behandlung reduzieren?
Unausgegoren scheint mir auch die Idee der Wochenpauschale: Wie soll ich bei gleicher Wochenpauschale einen überwässerten Patienten täglich dialysieren und einen anderen mit Nierenrestfunktion nur zweimal pro Woche? Ist ein multimorbider Diabetiker nicht aufwendiger zu behandeln als ein Dialysepatient ohne Komorbidität?
Ein Schlusswort: Nicht als Dialysearzt, sondern als Internist und Nephrologe sehe ich mich. Nephrologie bedeutet das Vermeiden (und erst sekundär Vorbereitung) von Dialysepflichtigkeit! Durch intensive Patientenbetreuung ließe sich viel Leid und Geld einsparen. Sinnvoller wäre daher, anstatt die Qualität der Dialysebehandlung durch schlecht durchdachte Finanzkürzungen zu gefährden, Gelder in die prädialytische Nephrologie zu verlagern (und nicht erst ab Kreatininclearance < 20 ml/min, wo schon 80 % der Nierenfunktion verloren sind) und dadurch enorme Kosten, ohne Qualitätsverlust beziehungsweise mit Qualitätssteigerung, einzusparen!
Dr. med. Christoph Stumptner,
Am Kornacker 7, 81375 München
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