ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2002Tabakkonsum: Raucherquote deutlich senken

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Tabakkonsum: Raucherquote deutlich senken

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Die Quote der jugendlichen Raucher liegt seit mehreren Jahren bei 28 Prozent. Foto: ddp
Die Quote der jugendlichen Raucher liegt seit mehreren Jahren bei 28 Prozent. Foto: ddp
Bundesregierung setzt auf präventive und gesetzliche Maßnahmen.
Die Bundesregierung will mit einer Reihe präventiver und gesetzlicher Maßnahmen die Zahl der jugendlichen Raucher von derzeit 28 Prozent auf höchstens 20 Prozent im Jahr 2005 senken. Das erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, anlässlich des Welt-Nichtrauchertages 2002. Die Quote der rauchenden Jugendlichen stieg von 1993 bis 1997 um acht Prozentpunkte auf 28 Prozent und liegt seither auf unverändert hohem Niveau. Zu den Maßnahmen gehören ein Abgabeverbot von Tabakwaren an Kinder- und Jugendliche unter 16 Jahren sowie gesicherte Zigarettenautomaten, die den Zugang für Jugendliche nicht möglich machen. Die entsprechende Änderung im neuen Jugendschutzgesetz soll im Juli den Bundesrat passieren. In dem Gesetz ist weiter geregelt, dass im Kino Werbung für Tabakwaren nur für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben werden darf. Zum 1. Januar 2003 soll die Tabaksteuer erneut um 0,20 Euro je Packung angehoben werden. Erstmals wurde die Zigarettenindustrie verpflichtet, die Verantwortung für ihr gesundheitsschädigendes Produkt zu übernehmen: In den nächsten fünf Jahren wird die Industrie 11,8 Millionen Euro für Präventionsmaßnahmen bereitstellen, über deren Verwendung die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln, entscheidet. Die Neuregelung der Arbeitsstättenverordnung, die bald in Kraft tritt, verpflichtet Arbeitgeber dazu, Maßnahmen zum Schutz der nichtrauchenden Beschäftigten zu treffen. Das soll auch den Auszubildenden helfen. Schließlich beteiligt sich Deutschland aktiv an der Kampagne der Europäischen Union „Feel free to say no“.
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