ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2002Arzt-Beruf: Unterschiedliche Maßstäbe
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Herr Schuster schreibt über Kleidung, Auftragssumme, Akzeptanz seiner Entscheidungsbefugnis, Diskussion über Betätigungsfelder und ethische Aspekte; zum Schluss rühmt er sich des alleinigen Erfolges, der Diskussionspartner war ausgeschieden.
Mir stieß auf, dass hier mit unterschiedlichen Maßstäben ärztliche Tätigkeiten gewertet werden, allein schon an der Kleidung hervorgehoben: Herr Schuster wird wohl nicht nach BAT bezahlt, und die Millionenersparnis zahlt sich für ihn aus. Wird der Kollege in OP-Tracht für jede erfolgreiche OP ähnlich honoriert? Die persönliche Anerkennung hat Herr Schuster im Gespräch vermisst, wo bleibt die sachliche Anerkennung der „Dienstleistungen“ rund um die Uhr der kurativ tätigen Ärzte? Mit der rein wirtschaftlichen Sichtweise, die kurative ärztliche Tätigkeit zu bewerten, würde die Patientenversorgung in das Zeitalter des Feudalismus katapultieren. Eine Glosse muss nicht versöhnlich enden, aber als „angegrauter“ Weißkittel kann ich diese nicht unkommentiert lassen.
Gabriel Pietryga, Theresienau 11, 53227 Bonn

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote