ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2002Arzt-Beruf: Ökonomischer Fachberater

BRIEFE

Arzt-Beruf: Ökonomischer Fachberater

Dtsch Arztebl 2002; 99(23): A-1602 / B-1374 / C-1276

Freisberg, Lars

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LNSLNS Der Kollege Schuster schreibt eine „Glosse“, die eine solche nicht ist, weil sie lediglich eine Wiedergabe eines Ereignisses darstellt. In diese Darstellung flicht er die Frage ein, ob er denn nun Arzt oder Mediziner sei. Um die Frage zu beantworten: Herr Schuster ist ein ökonomischer Fachberater. Er betreut und behandelt keine Patienten mehr. Viele „Chairpersons“ in den USA haben eine ökonomische Weiter- oder Zusatzausbildung. Nebenher betreuen sie aber noch Patienten. Spielertrainer, nennt man das im Sport. Herr Schuster aber ist nun im Trainerbereich. Der kann und muss Spieler (Ärzte) entlassen. Da muss er sich schon gefallen lassen, dass die Spieler ihn auch als solchen ansehen. Spieler gewesen zu sein macht da keinen Unterschied. Herr Schuster ist einem Betrieb – seinem Arbeitgeber – verpflichtet.
Hier ist Gewinnmaximierung das Ziel. Dies dient meist einem Krankenhausbetreiber, seltenst Patienten, zumeist Krankenkassen. Den Dienst am Patienten hat er aufgegeben. Da hilft auch kein Weinen und Schwenken der Approbation mehr. Und dass das DÄ dies als Glosse durchgehen lässt, ist auch kein Zeichen journalistischer Aufmerksamkeit.
Lars Freisberg MD, 2705 University Avenue, Madison WI 53705, USA
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