ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2002Arzt-Beruf: Ärztliches Tätigkeitsfeld verlassen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Wie man’s auch dreht und wendet – der Kollege im angegraut-weißen Kittel über lässig verschwitzter grüner OP-Kleidung, vielleicht etwas müde vom vergangenen Nachtdienst und blass im Gesicht, hat nicht ganz Unrecht, wenn er meint, dass sich Ihre Tätigkeit auch nach zwei Jahren Amerika und Aufbaustudium nicht unbedingt mit der Berufsordnung der Ärztekammern in Einklang bringen lässt. Sie sollten dazu stehen, dass Sie nun im guten Anzug mit Krawatte sitzend das ärztliche Tätigkeitsfeld verlassen haben wie so viele Ihrer Medizinerkollegen (man liest von bis zu 25 % der Uniabsolventen) – aus welchen Gründen auch immer. Und Kostenersparnis im Gesundheitswesen dient bei weitem nicht
immer dem Patienten, sondern einem bankrotten Gesundheitssystem, welches sogar nicht davor zurückschreckt, renommierte Universitäten und Kliniken wegen Geldmangels schließen zu wollen.
Thomas Mockenhaupt, Alte Bahnhofstraße 15, 53173 Bonn-Bad Godesberg

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote