ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2002Schachpuzzle-Buch – Amüsante Aufgaben – überraschende Lösungen aus der ZEIT

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Schachpuzzle-Buch – Amüsante Aufgaben – überraschende Lösungen aus der ZEIT

Pfleger, Helmut

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Schach
Nur der Papst irrt nie
Helmut Pfleger: Schachpuzzle-Buch – Amüsante Aufgaben – überraschende Lösungen aus der ZEIT. PraxisSchach, Band 50, Edition Olms, Zürich, 2002, 128 Seiten, kartoniert, 15 €
Der schachinteressierte Leser wird den neuen „Pfleger“ genießen. „Der bekannteste Schach spielende Mediziner der Welt“ (Schach Magazin 64, Heft 8/2002) legt eine chronologisch geordnete Auswahl seiner Beiträge aus der ZEIT von 1997 bis 2001 vor. Der Buchtitel wird dem Inhalt nicht ganz gerecht, unterschlägt er doch die mit viel Wortwitz erzählten Textbeiträge. Der Internationale Großmeister spricht breite Leserschichten an; er deckt mit seinen Beiträgen nahezu den gesamten Literaturbereich ab. Beispiele gefällig? „Ein Killer geht Frankfurt-West“ für den Krimifreund; „Züchtige Bettspiele auf Island“ für die auf leichtere Kost eingestellte Damenwelt; „Karl Marx haut alle in die Pfanne“ für den politisch Interessierten; „Gebratene Tauben in Monaco“ für den Gourmet; „Nur der Papst irrt nie“ und „Unsterblich“ für den Theologiestudenten. Dies sind sechs Titel aus 100 Beiträgen aus der Feder des Medienprofis, die höchsten Unterhaltungswert besitzen, nicht nur, aber selbstverständlich „Schachliches“ vermitteln, vor allem aber glänzend erzählt sind – Schmunzelgeschichten zum Schmökern, gewürzt mit sehr viel Wissen aus der nationalen und internationalen Schachszene, die erkennen lassen, dass hier ein Insider aus dem Nähkästchen plaudert.
Die in sich abgeschlossenen Beiträge sind übersichtlich auf jeweils einer Seite angeordnet, kombiniert mit einer zum Kontext passenden Schachaufgabe, die das Kombinationsvermögen des Lesers herausfordert. Die ausführlich kommentierten, vielfach überraschenden Lösungen der Aufgaben können am Ende des Buches nachgeschlagen werden. Titel und Titelbildgestaltung sind Geschmackssache, die inhaltliche Aufbereitung der Beiträge (Schriftbild, Gestaltung, Notationen) ist – wie bei Olms üblich – hervorragend und optimiert das Lesevergnügen. Helmut Werner

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