ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2002Pharmaverband: Zugewinn durch Innovationen

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Pharmaverband: Zugewinn durch Innovationen

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LNSLNS Eine Studie belegt den Nutzen innovativer Arzneimittel für das Gesundheitswesen.

Großen Nutzen für die Patienten und das Gesundheitssystem attestiert eine Studie des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) innovativen Arzneimitteln. „Umso unverständlicher ist es, dass in unserem Land auf patentgeschützte Innovationen nur ein Anteil von 24 Prozent der Arzneimittelausgaben entfällt und Deutschland damit im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern zählt“, kritisierte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller, der die Studie in Auftrag gegeben hatte.
Die im vergangenen Jahr abgeschafften Arzneimittelbudgets haben nach Ansicht von Yzer zu einer Unterversorgung der Patienten mit innovativen Arzneimitteln geführt. Die stattdessen eingeführten regionalen Zielvereinbarungen zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen hält sie für „Budgets in neuen Kleidern“. Statt qualitativer Versorgungsziele stünden in den meisten dieser Vereinbarungen reine Kostendämpfungsziele im Mittelpunkt. „Wer moderne Therapien will, wird sich auf einen wachsenden Anteil der Arzneimittelausgaben an den Gesundheitsausgaben einstellen müssen“, folgerte Yzer. Gleichzeitig werde damit jedoch die Effizienz im Gesundheitswesen gesteigert, da moderne Therapien beispielsweise Klinikaufenthalte reduzierten oder gänzlich überflüssig machen könnten.
Den Beitrag der medikamentösen Therapie für die Gesundheit der Bevölkerung haben Wissenschaftler des IGES-Instituts anhand von elf Erkrankungen dokumentiert, darunter Leukämien bei Kindern, Migräne, multiple Sklerose und Depressionen.
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