ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2002Weltärztebund: Stilfragen
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LNSLNS Der nach mehr als 25 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit scheidende „executive treasurer“ des Weltärztebundes (World Medical Association, WMA), Adolf Hällmayr, hat seinem dem „Council“ der WMA (2. bis 5. Mai 2002, Divonne-les-Bains) erstatteten Finanzbericht eine Bewertung der Gründe folgen lassen, die im Mai 2001 zur Abschaffung seines Amtes führten (und sich schließlich als haltlos erwiesen). Erneut wurde deutlich, welchen reichen Schatz an Erfahrungen Hällmayr, in führender Position für ein deutsches Weltunternehmen der Versicherungswirtschaft tätig, der WMA zur Verfügung gestellt hat.
Weder der Vorsitzende des „Councils“ noch der Generalsekretär der WMA sahen sich veranlasst, Hällmayr bei der „Council“-Sitzung für seine Verdienste zu danken. Nach Dr. Jean Claude Mot (Frankreich) im Jahr 2001 war es wiederum ein frankophoner Kollege, Dr. André Wynen (Belgien), Generalsekretär emeritus der WMA, der die Verdienste Hällmayrs hervorhob. Wynen erinnerte auch daran, dass vor Jahrzehnten Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joachim Sewering (München) mit tatkräftiger Unterstützung durch Hällmayr unter Einsatz auch persönlicher Finanzmittel die WMA vor der drohenden Pleite bewahrt habe.
Gekennzeichnet war die „Council“-Sitzung im Übrigen durch iterative Ausführungen von Delegierten, deren Organisation sich auf die Zahlung eines Minimalbeitrages beschränkt (die Umstellung der Währung für die Kopfquote von Schweizer Franken auf Euro ging übrigens mit einer offenbar klaglos hingenommenen Erhöhung um zwölf [!] Prozent einher), die utopische Programme für die künftige Organisation der WMA insbesondere zugunsten ihrer Länder und Regionen entwarfen – zu realisieren nur mit Mitteln der großen Zahler. Die (deutsche) Bundes­ärzte­kammer ist drittgrößter Beitragszahler der WMA.
Prof. Dr. med. Elmar Doppelfeld
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