ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2002Mehr Mütterlichkeit: Sprüche, Ansichten und Einsichten, gesammelt auf dem Ärztetag in Rockstock

POLITIK: Deutscher Ärztetag

Mehr Mütterlichkeit: Sprüche, Ansichten und Einsichten, gesammelt auf dem Ärztetag in Rockstock

Dtsch Arztebl 2002; 99(24): A-1659 / B-1424 / C-1320

Montgomery, Frank Ulrich

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„Qualität geht vor Schnelligkeit.“ Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt vor dem 105. Deutschen Ärztetag Foto: Daniel Rühmkorf
„Qualität geht vor Schnelligkeit.“ Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt vor dem 105. Deutschen Ärztetag Foto: Daniel Rühmkorf
- „Die Medizin braucht mehr Mütterlichkeit, die Kinder mehr Väterlichkeit.“
Dr. med. Astrid Bühren, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, vor dem 105. Deutschen Ärztetag

- „Wenn das so weitergeht, haben wir im Gesundheitswesen mehr Kontrolleure als Kontrollierte.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundes­ärzte­kammer

- „In Eisenach war die Eröffnung des Deutschen Ärztetages in der Kirche von Ethik geprägt, in Rostock vor einem halbfertigen Schiff vom Aufbruch bestimmt. Beim kommenden Deutschen Ärztetag in Köln wäre als Ort für die feierliche Eröffnung der Bahnhof Eifeltor, der größte Verschiebebahnhof von Deutschland, bestens geeignet.“
Dr. med. Klaus Udo Josten, Delegierter der Ärztekammer Nordrhein, Meckenheim

- „Vielleicht werde ich nicht wieder gewählt, dann nützt mir auch die Autobahn nichts mehr.“
Dr. med. Anke Müller, Delegierte der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Strasburg, die 150 km auf der Landstraße zur Ärztekammer zurücklegt

- „Wir können alles so deuten, wie der Delegierte meint, Bundestag wollen wir hier allerdings nicht spielen.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe

- „Zu meiner Zeit, als ich Medizin studierte, mussten diejenige, die keinen Doktor abbekamen, ihren Doktor selbst machen.“
Dr. med. Rosemarie Müller-Mette, Delegierte der Ärztekammer Schleswig-Holstein

- „Er hat ja zwischen der Nennung der einzelnen Bezeichnungen geatmet und nicht alle Bezeichnungen im gleichen Atemzug genannt.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe in einer Replik auf Dr. med. Thomas Lipp, Leipzig, der Scharlatane, Heilpraktiker, und Apotheker hintereinander in einem Redebeitrag nannte

- „Alles andere wäre ein Schuss ins Knie des Deutschen Ärztetages, wenn wir nicht für die Abschaffung des AiP plädieren würden.“
Dr. med. Thomas Lipp, Delegierter der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Leipzig

- „Es ist eine triviale Erkenntnis, die sich allerdings noch nicht zu bestimmten Expertenkreisen und manchen EbM-Napoleons herumgesprochen hat, dass Menschen und ihre Krankheiten sehr vielgestaltig sind.“
Prof. Dr. med. Friedrich-Wilhelm Kolkmann, Präsident der Ärztekammer Baden-Württemberg

- „Die meisten, die das deutsche Gesundheitswesen runterschreiben, haben eine Rückholversicherung, wenn sie ins Ausland fahren.“
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt

- „Ihre Anregung für eine Rücktransportversicherung hätte ich eher als eine Anregung für die Sachverständigen verstanden.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe

- „Ich bin 45 Jahre, mittlerweile 25 Jahre verheiratet; das habe ich gestern meinem Mann gesagt. Er sagte: Warum hältst du dich nicht zurück?“
Dr. med. Anke Müller

- „Wenn Sie beim Schneider eine Hose weiter machen wollen – ist das eine Änderung oder eine Ergänzung?“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe

- „Ich danke Ihnen für die Einladung zum Deutschen Ärztinnen- und Ärztetag.“
Ulla Schmidt

- „Frau Ministerin Dr. Bunge, wir haben noch nie einen Tagungsort für den Deutschen Ärztetag nach der Regierungsfarbe ausgewählt.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe in einer Replik auf die Grußansprache von Dr. phil. Martina Bunge, PDS-MdL, Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, zur Eröffnung des Deutschen Ärztetages (diese hatte hervorgehoben, dass der Ärztetag in einem rot-roten Bundesland tage)

- „Gesegnet sind die, die viel zu sagen haben und dennoch den Mund halten.“
Spruch eines Delegierten in Zitierung von Oscar Wilde

- „Was die Standardisierungskünstler an Stimmung gegen Deutschlands Ärzte gemacht haben, nur um ihre Ideologien gewinnträchtig zu vermarkten, geht auf keine Kuhhaut.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe

- „Das ganze unsägliche Gedöns um
§ 137 f. SGB V, die DMP ist ein Kümmelblättchen, eine Bauernfängerei, ein falsches Spiel.“
Prof. Dr. med. Friedrich-Wilhelm Kolkmann

- „Die 100 Millionen Euro sind bereits verdampft, ehe das Programm gestartet wurde.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe

- „Ich bin ein verhinderter Neurochirurg und heute ein glücklicher Radiologe.“
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery
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