VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2002; 99(24): A-1701 / B-1441 / C-1341

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Hans-Wilhelm Buchholz Foto: Archiv
Hans-Wilhelm Buchholz Foto: Archiv
Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Hans-Wilhelm Buchholz, Chirurg aus Hamburg, ehemaliger leitender Chirurg der von ihm 1956 gegründeten „Endo-Klinik“, Spezialklinik für Knochen- und Gelenkchirurgie in Hamburg, starb im April im Alter von 92 Jahren in Hamburg.
Buchholz studierte Medizin an den Universitäten Jena, Königsberg, Münster, Berlin und Düsseldorf, wo er das Staatsexamen ablegte. Er bildete sich zum Internisten sowie zum Röntgenologen weiter. Er war sechs Jahre lang als Truppenarzt eingesetzt. 1946 kam er als Assistenzarzt in der Abteilung Chirurgie ins Hamburger Krankenhaus Heidberg. 1962 wurde er zum Chefarzt der II. Chirurgischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses St. Georg zu Hamburg berufen – mit dem Schwerpunkt Unfallchirurgie. Eine richtungweisende Tätigkeit auf diesem Gebiet führte ihn über die Probleme der Behandlung von medialen Schenkelhalsfrakturen zur Gelenkendoprothetik. 1971 verlieh ihm der Hamburger Senat den Professorentitel. 1975 erhielt er den medizinischen Ehrendoktor der Hamburger Universität. Über viele Jahre leitete Buchholz die Sitzungen der Hamburger Gesellschaft für Unfallheilkunde. 1976 war er Vorsitzender der 118. Tagung der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen in Hamburg. Mehr als 100 wissenschaftliche Veröffentlichungen und eine weitaus größere Zahl von Vorträgen spiegeln das große Engagement und die reiche Schaffenskraft von Professor Buchholz wider.

Karl Becker Foto: Archiv
Karl Becker Foto: Archiv
Dr. med. Karl Becker, Internist in Frankfurt/Main, starb am 3. Mai im 79. Lebensjahr in Frankfurt.
Becker studierte Medizin an den Universitäten Frankfurt/Main, Heidelberg, München, Kiel und Erlangen-Nürnberg. Das medizinische Staatsexamen absolvierte er 1949 an der Universität Frankfurt, wo er im gleichen Jahr zum Dr. med. promoviert wurde. Seine Weiterbildung zum Internisten absolvierte er in Frankfurt. Seit 1956 war Dr. Becker in Frankfurt niedergelassen, seit 1984 in einer internistischen Gemeinschaftspraxis. Der CDU gehörte Becker seit 1979 an; von 1972 bis 1976 war er Stadtverordneter des Rates der Stadt Frankfurt als Abgeordneter der CDU. Hier war er besonders in Bürgerinitiativen und in der Verkehrspolitik tätig. Von 1976 bis 1980 und seit 1982 bis 1990 gehörte er der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Er war zeitweilig stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe und Obmann der Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Sozialordnung und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit sowie im Petitionsausschuss. Lange Jahre war Dr. Becker Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU Frankfurt am Main und Vorsitzender der Kommission „Gesundheitspolitik“ des Mittelstandskreises der CDU. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse. Becker hat zahlreiche gesundheitspolitische Beiträge veröffentlicht. Zuletzt arbeitete er als stellvertretender Vorsitzender im Verein der Frankfurter Aids-Aufklärung mit.

Helmut Peter Richard Gillmann Foto: privat
Helmut Peter Richard Gillmann Foto: privat
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Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Helmut Peter Richard Gillmann, Internist, ehemaliger langjähriger Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Städtischen Klinikums Ludwigshafen/Rhein, Limburgerhof (Pfalz), starb am 14. Mai im 83. Lebensjahr.
Gillmann war von 1963 bis 1985 Direktor der Medizinischen Klinik in Ludwigshafen am Rhein. Während seiner Tätigkeit in Ludwigshafen lagen ihm der Auf- und Ausbau der Internistischen Intensivstation und der Giftinformationszentrale, die Einführung des ersten „Interdisziplinären Notarztwagensystems“ sowie der Aufbau der „Physikalischen Therapie“ besonders am Herzen. Seit Mai 1985 führte er eine internistische Privatpraxis in Limburgerhof in der Vorderpfalz. Auch für die Ludwigshafener MTA-Schule hat sich Gillmann ebenso wie für die ambulanten Koronargruppen eingesetzt. EB

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