ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2002Gewerkschaft ver.di: Mitglied des Vorstands zurückgetreten

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Gewerkschaft ver.di: Mitglied des Vorstands zurückgetreten

Dtsch Arztebl 2002; 99(25): A-1709 / B-1449 / C-1349

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LNSLNS Ulla Derwein legt Amt nieder.
Ulla Derwein, im Bundesvorstand der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zuständig für Gesundheitspolitik, hat am 3. Juni überraschend ihr Amt niedergelegt. Sie begründete diesen Schritt mit „Differenzen bei der Durchführung der Kampagne zur Gesundheitsreform und mit Veränderungen im familiären Umfeld“. Derwein gehörte seit 1992 dem Vorstand der ehemaligen Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) an. Erstmals seit der Gründung der neu formierten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di soll Mitte Juni in Hannover eine große bundesweite Demonstration „Für eine gesunde Reform“ stattfinden.
Innerhalb der Gewerkschaft gibt es widerstreitende Interessen. Während der Fachbereich 03 (Gesundheit) im Gleichklang mit Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) für eine Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung eintritt, wehren sich die Beschäftigten der privaten Kran­ken­ver­siche­rung, die bei ver.di im FB 01 – Handel und Versicherungen – organisiert sind, gegen höhere Grenzen in der GKV. Würde die Versicherungspflicht- und Beitragsbemessungsgrenze im Zuge der Gesundheitsreform erhöht werden, so befürchten die in der privaten Kran­ken­ver­siche­rung Beschäftigten einen Verlust von Arbeitsplätzen. Immerhin ist der FB 01 mit 380 000 Mitgliedern die drittgrößte Gruppe der 13 Fachbereiche von ver.di.
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