ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2002Drogen-Kongress: Cannabis nicht verharmlosen

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Drogen-Kongress: Cannabis nicht verharmlosen

Dtsch Arztebl 2002; 99(25): A-1709 / B-1449 / C-1349

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Verband ist gegen Legalisierung.
Einen anderen Umgang mit Cannabis, aber keine Freigabe forderte der Fachverband Drogen und Rauschmittel (FDR) anlässlich seines 25. Bundes-Drogen-Kongresses, der vom 5. bis 7. Juni in Niedernhausen (Taunus) stattfand. So falsch die Drohung mit dem Strafrecht bei Cannabiskonsum sei, so falsch sei auch die Behauptung, Cannabiskonsum sei gesundheitlich unbedenklich. Unter dem Motto „Europa sucht Integration“ berieten bei dieser größten Fachtagung der Drogenhilfe in Deutschland rund 300 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden und aus Russland aktuelle Entwicklungen und Probleme der Drogenhilfe.
Die Lebenszeiterfahrung im Umgang mit Cannabis unter den Erwachsenen reiche von rund zehn Prozent in Finnland bis zu zwanzig bis 25 Prozent in Dänemark, Frankreich, Irland, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien, berichteten die Teilnehmer. Die Nachfrage nach Therapien wegen Cannabiskonsums steige. Andere Drogen würden sehr viel seltener konsumiert. Viele Länder berichteten ferner über eine zunehmende Nachfrage nach Substitutionstherapien, insbesondere von Schwangeren. Ein Grund dafür könne der bessere Zugang zu den Hilfsdiensten sein.
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