ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2002Aut idem: Preisdrittel festgelegt

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Aut idem: Preisdrittel festgelegt

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Protest einiger Ärzteverbände: Mit Stempeln gegen aut idem. Foto: factum
Protest einiger Ärzteverbände: Mit Stempeln gegen aut idem. Foto: factum
Schmidt: Regelung kann zum 1. Juli umgesetzt werden.
Nachdem der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen Ende Mai die Hinweise zu therapeutisch vergleichbaren Darreichungsformen veröffentlicht hat, haben die Spitzenverbände der Krankenkassen jetzt die obere Grenze des jeweils unteren Preisdrittels bekannt gegeben. Die Neufassung der Aut-idem-Regelung kann damit ab 1. Juli für die ersten 112 Wirkstoffe „in vollem Umfang“ angewendet werden. Das teilte das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium am 12. Juni mit. Die Daten sind auf den Internetseiten des in Sachen Arzneimittel federführenden Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen unter www.bkk.de/service/aut_idem abrufbar.
„Mit der Veröffentlichung wird die letzte Voraussetzung zur Umsetzung der Aut-idem-Regelung im größten Teil des Marktsegments der generikafähigen Arzneimittel geschaffen“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt. Die Angaben bezögen sich auf Medikamente, die einen GKV-Umsatz von rund zwei Milliarden Euro ausmachten. Schmidt zufolge haben sowohl forschende pharmazeutische Unternehmen als auch Generikahersteller bereits im Vorfeld angekündigt, die Preise der betroffenen Arzneimittel zu senken.
Die Aut-idem-Regelung sieht vor, dass Ärzte künftig in der Regel nur noch Wirkstoffe verordnen und die Apotheker ein wirkstoffgleiches Präparat aus dem unteren Preisdrittel auswählen.
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