ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2002Diabetes-Verträge: Weniger Folgeschäden

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Diabetes-Verträge: Weniger Folgeschäden

Dtsch Arztebl 2002; 99(25): A-1712 / B-1468 / C-1360

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LNSLNS Strukturierte Versorgung in Nordrhein verbessert Behandlungsergebnisse

Bei der Mehrheit der Diabetiker, die im Rahmen der nordrheinischen Diabetes-Vereinbarungen behandelt werden, lassen sich durch eine strukturierte und qualitätsgesicherte Versorgung deutliche Besserungen erzielen. Das haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die Krankenkassen nach einer Auswertung der Behandlungsdaten von 1999 bis Ende 2001 mitgeteilt. Vor allem bei den Risikogruppen mit stark erhöhtem HbA1c-Wert oder hohem Blutdruck habe man deutliche Verbesserungen erzielen und damit das Risiko von Folgeerkrankungen senken können. So sei der mittlere HbA1c-Wert in diabetologischen Hausarztpraxen von 7,3 auf 6,9 Prozent, in Schwerpunktpraxen von 7,8 auf 7,0 Prozent gesenkt worden. Bei Typ 2-Diabetikern mit hohem HbA1c-Wert sei zwischen Anfang 2000 und Ende 2001 eine Reduktion von 11,2 auf 8,4 Prozent erzielt worden.
Nach Angaben der Körperschaften nehmen 1 500 diabetologisch geschulte Hausärzte und 100 Schwerpunktpraxen an den Diabetes-Vereinbarungen teil. Sie lieferten anonymisierte Behandlungsdaten von mehr als 190 000 Patienten an das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung, das das Projekt wissenschaftlich begleite. Die Diabetes-Verträge bestehen seit 1999 und wurden in diesem Jahr verlängert. Sie beinhalten unter anderem besondere Qualifikationsvoraussetzungen für die Ärzte, Fortbildungen, Patientenschulungen, eine genaue Befunddokumentation und ein praxisbezogenes Rückmeldesystem. Mit den Verträgen hätten die KV und die Kassen optimale Voraussetzungen für die Einführung von Disease-Management-Programmen geschaffen, sagte der KV-Vorsitzende Dr. med. Leonhard Hansen.
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