ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2002Arzt und Geschäft: Ich bin gerührt
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LNSLNS Jawoll, Kollege Jachertz, Recht haben Sie, und ich bin gerührt. Das Problem wird sein, wie wir Ihre Botschaft an diejenigen heranbringen, die bereits jetzt unter Bank-Kuratel stehen, die ihre Praxis nicht ererbt, sondern mit vielen Schulden finanziert haben und sich jetzt sinkenden Erträgen gegenübersehen, die von allen Seiten (auch den Patienten) gedrückt werden, nur die besten und innovativsten Medikamente zu verschreiben und damit in Regressgefahr kommen – wobei der Versuch einer Umlage im eigenen Wartezimmer wohl wenig nützt.
Ehrlich gesagt, wäre es mir mittlerweile deutlich lieber, wir Ärzte würden endlich mal zu einer vernünftigen Solidarität finden, die unser Ein- und Auskommen und damit unsere Würde sichert, anstatt uns mit tausendmal berufenen, moralinsauren Appellen an die ärztliche Ethik zu beharken.
Horst Weidenhöfer, Loger Straße 35, 27711 Osterholz-Scharmbeck
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