ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2002Ärztemangel: Mitgestaltungsstrukturen schaffen

BRIEFE

Ärztemangel: Mitgestaltungsstrukturen schaffen

Dtsch Arztebl 2002; 99(25): A-1746 / B-1478 / C-1377

Beier, Markus

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Das Thema Ärztemangel zu beleuchten und dabei auf die Arbeitssituation in deutschen Kliniken und die Verantwortung von Krankenkassen und Politik hinzuweisen, ist richtig und wichtig.
Beim nächsten Mal würde ich mir wünschen, dass die Finger auch in Wunden gelegt werden, die die Ärztinnen und Ärzte in Führungspositionen der Krankenhäuser und die Spitzen der Kammern, KVen und der DKG zu verantworten haben.
- Eine unglaubliche Bürokratisierung der Weiterbildung und weitgehend verkrustet-hierarchische Strukturen in deutschen Kliniken.
- Nahezu jede Zusatzqualifikation (Strahlenschutz, Notfallkurs, Transfusionsmedizin etc.) muss über kostenpflichtige Kurse und in der Regel in der Freizeit erarbeitet werden. Aktives Wissen wird dort nur selten vermittelt, aber Hauptsache die Kasse der Referenten und seltenen Referentinnen stimmt!
Folgerung: Wer Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung will, muss auch für niederschwellige und praxisnahe Weiterbildungsangebote sorgen. Ideen dazu liefere ich Ihnen gerne nach.
- Als Ärzteschaft mit Konstruktivität eigene Sparideen vorlegen. Die Mittel im Gesundheitswesen sind begrenzt. Wer selber in Klinik und Praxis tätig ist, weiß, wie und wo an falscher Stelle und wo noch überhaupt nicht gespart wird. Doch nicht alles, was Kosten im Gesundheitssystem dämpfen könnte, ist aus betriebswirtschaftlichen Gründen bei Kliniken, Chef- und Belegärzten erwünscht. Ich werde lieber nicht konkreter, sonst schreibe ich mich noch um meine nächste Stelle, trotz Ärztemangel. Darum schafft Mitbestimmungs- und vor allem Mitgestaltungsstrukturen für Assistenzärztinnen und -ärzte, mit einer regelmäßigen Rubrik im Ärzteblatt könnte die Redaktion ja mit gutem Beispiel vorangehen!
Markus Beier, Königsberger Straße 29, 91058 Erlangen
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige