ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2002Unterschiede bei der Mitteilung infauster Prognosen

MEDIZIN: Referiert

Unterschiede bei der Mitteilung infauster Prognosen

Dtsch Arztebl 2002; 99(25): A-1759 / B-1487 / C-1385

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LNSLNS In Chicago wurde bei 326 Krebspatienten in fünf verschiedenen Krankenhäusern untersucht, wie offen Ärzte bei der Mitteilung von Prognosen bezüglich der Krebserkrankung gegenüber den Patienten sind. Dabei stellte sich heraus, dass die explizit von den Patienten hinsichtlich ihrer Prognose befragten Ärzte in 22 Prozent der Fälle gar keine Angabe machen, in 37 Prozent die ihrer Meinung nach realistische Prognose mitteilen und in 40 Prozent dem Patienten eine andere Einschätzung mitteilen, als ihrer eigenen Überzeugung entspricht. Im letzteren Fall wird die Prognose meist optimistischer formuliert, als sie der wahren Einschätzung des Arztes entspricht. Ältere Patienten erhalten häufiger realistischere Prognosen als jüngere Patienten. Überraschenderweise zeigte sich, dass nicht nur die ganz unerfahrenen Ärzte dazu tendierten, gar keine Prognosen abzugeben, sondern auch die ganz Erfahrenen. acc

Lamont et al.: Prognostic disclosure to patients with
cancer near the end of life. Ann Intern Med 2001; 134: 1096–1105.

Dr. Lamont, University of Chicago Medical Center, 5841 South Maryland Avenue, MC 2007, Chicago, Il 60637, USA.

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