VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2002; 99(25): A-1777 / B-1501 / C-1401

EB

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LNSLNS Prof. Dr. med. Peter Lehnert, Internist und Gastroenterologe, langjähriger Oberarzt an der Medizinischen Klinik Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität München, dort Leiter des Gastroenterologischen Labors und der Sonographie-Abteilung, starb am 29. Januar im Alter von 60 Jahren.
Seine Medizinalassistentenzeit absolvierte Lehnert an der II. Medizinischen Klinik und der Chirurgischen Poliklinik der Universität München. Er war seit 1970 an der Medizinischen Klinik der Universität München klinisch und wissenschaftlich tätig. Während des klinischen Studiums führte Lehnert als Doktorand tierexperimentelle Studien an der II. Medizinischen Klinik durch; er wurde zum Dr. med. 1970 mit dem Thema „Studien zur Physiologie des exokrinen Pankreas“ in München promoviert. In Fortführung seiner international anerkannten Forschungen habilitierte er sich im Jahr 1982 zum Thema „Wirkung und Elimination von Secretin am Parameter der exokrinen Pankreassekretion beim Hund in vivo“. 1988 wurde Peter Lehnert zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Mehr als 150 Originalarbeiten und Buchbeiträge sowie mehrere Monographien zeugen von seinem reichen und vielfältigen Schaffen.

Fritz Scheler. Foto: Archiv
Fritz Scheler.
Foto: Archiv
Prof. Dr. med. Dr. jur. h. c. Fritz Scheler, Facharzt für Innere Medizin, ehemaliger Ordinarius für Innere Medizin und ehemaliger Abteilungsvorsteher der Abteilung Nephrologie und Rheumatologie am Inneren Zentrum Medizin der Universität Göttingen, starb am 4. Juni im Alter von 76 Jahren in Göttingen.
Scheler studierte Medizin an den Universitäten Göttingen und Freiburg. Staatsexamen und Promotion zum Dr. med. 1954. Scheler begann seine wissenschaftliche und berufliche Karriere als Assistent am Pharmakologischen Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen. Für das Fach Innere Medizin habilitierte er sich 1963. Im Jahr 1967 wurde er Abteilungsvorsteher und 1974 Ordinarius für Innere Medizin an der Universität Göttingen.
Zum Vorsitzenden der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (Köln) wurde Scheler 1981 gewählt, ein Amt, das er bis 1993 innehatte. Er engagierte sich darüber hinaus für den Auf- und Ausbau des Dialysezentrums in Göttingen, neben Freiburg dem ersten in Deutschland. 1992 wirkte er bei der Gründung des Nephrologischen Zentrums in Niedersachsen in Hann. Münden mit und entwickelte Konzepte für die Heimdialyse.
Scheler, ein Pionier der Nephrologie, hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Monographien vor allem auf dem Gebiet der Nephrologie und Dialysebehandlung sowie über pharmakologische und pharmakokinetische Themen veröffentlicht, so zum Beispiel über Digitalis-Glykoside. Sein Vortrags- und Schriftenverzeichnis umfasst weit mehr als 200 Titel. Scheler war einer der wenigen deutschen Wissenschaftler, die mit der Ehrendoktorwürde Dr. jur. h. c. (Universität Göttingen) ausgezeichnet wurden. Er war Träger der Ernst-von-Bergmann-Plakette in Würdigung seines Wirkens in der ärztlichen Fortbildung. 1994 wurde er anlässlich des 97. Deutschen Ärztetages mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet. EB
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