ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2002Manual Supportive Maßnahmen und symptomorientierte Therapie in der Hämatologie und Onkologie

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Manual Supportive Maßnahmen und symptomorientierte Therapie in der Hämatologie und Onkologie

Dtsch Arztebl 2002; 99(26): A-1818 / B-1538 / C-1434

Tumorzentrum München

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Hämatologie/Onkologie
Geschlossene Darstellung
Tumorzentrum München (Hg.): Manual Supportive Maßnahmen und symptomorientierte Therapie in der Hämatologie und Onkologie. Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. W. Zuckschwerdt Verlag, München u. a., 2001, IX, 349 Seiten, kartoniert, 38,50 €
Die verdienstvolle Reihe der organbezogenen Manuale des Münchner Tumorzentrums wird mit diesem Band erweitert und ergänzt. Trotz zunehmender Wahrnehmung der Supportiv- und Palliativtherapie in der ärztlichen und auch allgemeinen Öffentlichkeit ist die verfügbare praxisrelevante Literatur spärlich.
Hier liegt nun ein Kompendium vor, das seinen Platz in jeder Klinik und jeder Praxis, die sich palliativmedizinischen Aufgaben stellt, fin-
den sollte. Ausgehend von mehreren Abschnitten über Diagnose und Behandlung von Infektionen, symptomorientierte Therapie von zytostatikaassoziierten Nebenwirkungen einschließlich Einsatz hämatopoetischer Wachstumsfaktoren sowie Management von Komplikationen des Krankheitsverlaufs, wie zum Beispiel maligne Ergüsse, Atemnot, wird die breite Palette der Probleme bis hin zu Psychoonkologie, Seelsorge und Hospizarbeit übersichtlich dargestellt.
Die Kapitel umreißen, dem Charakter eines Manuals entsprechend, die jeweiligen Themen, ohne sich im Detail zu verlieren. Der nicht immer vermeidbaren Heterogenität eines „Multiautorenbuches“ geschuldet, differieren einzelne Umfänge; insbesondere bei der sozial bedeutsamen Thematik der Begutachtung hätte der Rezensent sich durchaus etwas mehr als zwei Seiten gewünscht. Dem gut gemeinten Rat, zur Verringerung des Emesisrisikos die 5-FU-Bolusinjektion auf fünf bis zehn Minuten auszudehnen (Seite 79) sollte man nicht folgen, da bei der adjuvanten Therapie des kolorektalen Karzinoms ein Verlust an therapeutischer Effizienz hinzunehmen sein dürfte.
Vor dem Hintergrund von Qualitätsmanagementbestrebungen und der Etablierung von Leitlinien ist die geschlossene Darstellung des Themas verdienstvoll, um – wie vom Herausgeber formuliert – zu einer evidenzbasierten Supportivmedizin zu gelangen und die Bereitschaft und Fähigkeit zu palliativmedizinischem Denken und Handeln in der deutschen Ärzteschaft weiter voranzutreiben. Dem Werk ist eine weite Verbreitung und Akzeptanz zu wünschen. Jens Papke
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