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Atopische Dermatitis

Dtsch Arztebl 2002; 99(26): A-1818 / B-1538 / C-1434

Zollner, T. M.; Boehncke, W.-H.; Kaufmann, R.

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Dermatologie
Aktuell und praxistauglich
T. M. Zollner, W.-H. Boehncke, R. Kaufmann (Hrsg.): Atopische Dermatitis. Blackwell Wissenschafts-Verlag, Berlin, Wien u. a., 2002, XIV, 234 Seiten, 57 Abbildungen, davon 40 in Farbe, 51 Tabellen, gebunden, 64,95 €
Einleitend werden die Epidemiologie, die Genetik und die Pathogenese der atopischen Dermatitis diskutiert. Für den mit der Immunologie der Erkrankung nicht so Vertrauten würde man sich allenfalls ergänzend zu den zweifelsohne präzisen und aktuellen Textangaben einige weitere erläuternde Abbildungen wünschen. Detailliert wird die Klinik der atopischen Dermatitis besprochen. Dabei haben die Autoren zu jedem Symptom auch gleichzeitig situationsangepasste Therapievorschläge eingefügt, was in der täglichen Praxis ausgesprochen nützlich ist. Ein kurzer Teil mit häufigen und seltenen Differenzialdiagnosen – ergänzt durch qualitativ hochstehende Farbabbildungen – ist vor allem für den dermatologisch weniger versierten Arzt sehr wertvoll. Das Kapitel zur Diagnostik bleibt bis auf die profunden Erläuterungen von mikrobiellen Aspekten etwas stark auf die allgemein übliche allergologische Abklärung beschränkt.
Der Schwerpunkt dieses Werkes liegt bei der Therapie des atopischen Ekzems. Neben umfassenden Angaben zur Basistherapie werden die verschiedensten Immunsuppressiva, insbesondere die Glukokortikoide, sehr detailliert in Text und zahlreichen Tabellen erläutert. Die Autoren bieten auch praxistaugliche Angaben zu den neuen topischen Immunmodulatoren wie Ascomycin und Tacrolimus. Daneben werden Lokaltherapeutika und insbesondere die Fototherapie ausführlich behandelt. Angaben zu Klimatherapie und diätetischen Maßnahmen fehlen ebenso wenig wie zur Psychotherapie und häufig praktizierten „komplementären“ Verfahren. Ausführungen zu Schulungen für Eltern und Patienten sowie zu Präventionsmaßnahmen schließen das Werk ab, wobei auch neueste Daten wie der möglicherweise günstige Effekt von Probiotika diskutiert werden.
Die Autoren aus der Frankfurter Hautklinik haben ein ansprechendes, aktuelles und praxistaugliches Werk zur atopischen Dermatitis vorgelegt. Ganz besonders kann es dem interessierten Grundversorger oder angehenden Facharzt in Weiterbildung empfohlen werden; es dürfte aber auch allen anderen Kollegen bei der Betreuung dieser Patienten sehr nützlich sein. Peter Schmid-Grendelmeier
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