MEDIZIN: Referiert

Perniziosa vermeidbar?

Dtsch Arztebl 2002; 99(26): A-1827 / B-1543 / C-1439

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Autoimmungastritis der Magenkorpusschleimhaut führt zur Entwicklung von Karzinoidtumoren und einer perniziösen Anämie. Auch Antikörper gegen Helicobacter pylori können diesen Autoimmunprozess auslösen. Zumindest im präatrophischen Stadium führt eine Sanierung der Helicobacter-pylori-Infektion zu einer Normalisierung der Schleimhaut und damit zu einer Verhinderung einer perniziösen Anämie.
Die Autoren berichten über 80 Patienten mit aktiver, aber noch nicht atrophischer Autoimmungastritis, die über einen Zeitraum von 39,5 Monaten nachbeobachtet wurden. Bei 64 Patienten (80 Prozent) führte eine Helicobacter-pylori-Eradikationsbehandlung zu einer Ausheilung der Autoimmungastritis. Allerdings handelt es sich noch um eine unkontrollierte retrospektive Studie; das Verschwinden der periglandulären Lymphozyteninfiltration der Korpusschleimhaut und die Normalisierung des Drüsenkörpers machen es wahrscheinlich, dass bei fehlenden Parietalzellantikörpern diese Form der Autoimmungastritis, die durch Helicobacter-pylori-Antikörper ausgelöst wird, reversibel ist, wenn eine antibiotische Behandlung erfolgt. w

Müller H, Rappel S, Wündisch T, Bayerdörffer E, Stolte M: Healing of active, non-atrophic, autoimmune gastritis by H. pylori eradication. Digestion 2001; 64: 30–39.

Prof. Dr. med. Manfred Stolte, Institut für Pathologie, Klinikum Bayreuth, 95445 Bayreuth, E-Mail: pathologie.klinikum@bnbt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema