ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2002Diagnostik und Therapie des primären Schnarchens: Schlusswort
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LNSLNS Herr Rose unterstreicht zu Recht die Bedeutung oraler Protrusionsgeräte und verweist auf die Notwendigkeit der Konsultation eines Zahnarztes im Rahmen einer erweiterten Indikationsstellung, um Schäden am stomatognathen System zu vermeiden.
Im Rahmen der Therapie mit enoralen Applikatoren ist die enge Kooperation mit den zahnärztlichen Kollegen äußerst hilfreich und gerade bei einer dauerhaften Schienenversorgung unabdingbar. Da die Kosten für enorale Applikatoren bei Patienten mit primärem Schnarchen nicht von den Krankenkassen übernommen werden, ist die Anpassung einer dauerhaften, durch den Zahnarzt angefertigten Bissschiene für den Patienten mit erheblichen Kosten verbunden. Da weder die Wirksamkeit noch die Verträglichkeit für den einzelnen Patienten vorhergesehen werden kann, birgt dies ein erhebliches finanzielles Risiko.
Hier besteht nun mit den thermoplastischen Schienen die kostengünstige Möglichkeit, die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Protrusionsschiene zu überprüfen, sofern der Zahnstatus dies zulässt. Profitiert der Patient von der Therapie und toleriert er das Tragen der Schiene, so kann auf dieser Grundlage die Anfertigung und Anpassung einer dauerhaften, auf das jeweilige Gebiss abgestimmten Schiene (beispielsweise die erwähnte Zwei-Schienen-Apparatur) durch den Zahnarzt empfohlen werden. Zu Recht weist Herr Rose darauf hin, dass die Indikationsstellung zur Anpassung einer thermoplastischen Bissschiene durch einen Arzt erfolgen sollte, der in der Beurteilung der enoralen Verhältnisse ausreichende Erfahrung besitzt. Dies gilt auch für die Anpassung selbst.

Dr. med. Boris A. Stuck
Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik
Klinikum Mannheim, 68135 Mannheim

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